So erklärt die Stadt Soest Hundehaltern ihre Regeln

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Die Regeln für Hundehalter werden in den Gräften am Jakobitor klipp und klar erläutert.

Soest - „Hunde dürfen innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf Verkehrsflächen und in Anlagen nur angeleint geführt werden“, so steht es schwarz auf weiß am Eingang zu den Gräften am Jakobitor.

Jeder Hundebesitzer sollte diese Regeln kennen – doch halten sich leider nicht alle daran.

Wohl deswegen hat ein verärgerter Bürger die entsprechenden Regeln ausgedruckt, fein säuberlich laminiert und gut sichtbar in die Gräfte gehängt.

Nur außerhalb bebauter Flächen dürfen Hunde ohne Leine laufen – unter Aufsicht des Halters – heißt es in der Broschüre „Haufenweise Ärger – Informationen zur Hundehaltung in Soest“, die die Abteilung Bürger- und Ordnungsangelegenheiten der Stadt Soest herausgegeben hat. Nähern sich dem unangeleinten Hund Fußgänger, Radfahrer oder Fahrzeuge, müssen Hunde sofort angeleint werden.

Klipp und klar heißt es in der Broschüre auch, dass die Vierbeiner auf Spielplätzen und Schulgeländen nichts zu suchen haben.

Hundehalter sind auch dazu verpflichtet, die Hinterlassenschaft ihres Lieblings zu entfernen – auch das funktioniert nicht immer, wie man in den Gräften und auf Bürgersteigen sehen und riechen kann. „Wer Hundekot einfach liegen lässt, riskiert ein Bußgeld, das bis zu 1000 Euro betragen kann“, so die Regel. Herrchen und Frauchen sollten Plastiktüten dabei haben, wenn sie Gassi gehen, die Haufen beseitigen und im Restmüll entsorgen. „Als Hilfestellung zur Entsorgung hat die Stadt im Stadtgebiet insgesamt 13 Hundetütenspender aufgestellt, die zwei bis drei mal in der Woche vom Kommunalbetrieb aufgefüllt werden“, erklärt Thorsten Bottin, Pressesprecher der Stadt. Insgesamt verbrauchen die Hundebesitzer die stolze Summe von rund 200 000 Tüten im Jahr! „In der Regel werden die Tüten in öffentlichen Papierkörben entsorgt“, so Bottin. Die Kosten trägt die Abteilung Ordnungsangelegenheiten, also die Stadt Soest.

Für die Stadtgärtner sind die „Überraschungen“, die sie in öffentlichen Parks und Anlagen finden, extrem ekelig. Bottin: „Im Rahmen der üblichen Grünpflege ist es für die Mitarbeiter der KBS besonders unangenehm, Pflanzflächen zu jäten, die mit Hundekot verschmutzt sind. Auch die Hinterlassenschaften auf Rasenflächen sind ein großes Übel, da die Reinigung der Rasenmäher, die durch Kot stark verschmutzt sind, keine angenehme Tätigkeit ist.“ Hundekot auf Wegen wird mit der Kehrmaschine entsorgt.

Nicht weniger ärgerlich sind die stinkenden Hinterlassenschaften für Passanten, die nach einem „Fehltritt“ vor die Aufgabe gestellt sind, den Hundedreck aus dem Profil der Schulsohlen zu kratzen. In Soest gibt es zurzeit etwa 2800 angemeldete Hunde. Der „Durchschnittshund“ produziert täglich „Häufchen“ von rund 300 Gramm. So kommen rein rechnerisch 25 Tonnen Kot pro Monat in Soest zusammen.

Die Broschüre „Haufenweise Ärger“ gibt es im Bürgerbüro oder über als Download über www.soest.de.

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