Krebserregende Stoffe

Untersuchung: Diese Gifte wurden in Blöcken der Adamkaserne gefunden

Soest, Bem-Adam-Kaserne, 16.07.2018, B. Fischer, Luftbild Nr. 4520
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In den Blöcken 4, 5 und 7 wurden Schadstoffe gefunden. Weitere Untersuchungen sollen nun Aufschluss über das ganze Ausmaß geben und Sanierungsverfahren aufzeigen.

Soest - Welche Altlasten sind in Wänden, Böden und Decken der drei Blöcke auf dem Gelände der ehemaligen Adamkaserne verborgen, die von einem Investor gekauft wurden, um sie zu zwei Wohnhäusern und einem gewerblich genutzten Gebäude umzuwandeln? Umfangreiche Untersuchungen haben jetzt erste Antworten gebracht – und viele neue Fragen aufgeworfen.

Sabrina Rahtgens, Sprecherin der Armand Adam GmbH, die die Blöcke erworben hat, bestätigte am Freitag gegenüber dem Anzeiger, dass bereits vor einigen Wochen eine sogenannte „orientierende Schadstoffuntersuchung“ durchgeführt worden sei, bei der, wie jetzt klar ist, eine ganze Reihe von giftigen Stoffen gefunden wurden.

Darunter befinden sich mit PCB (Polychlorierte Biphenyle), PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) und Asbest auch Stoffe, die lange Zeit zwar bei Bauarbeiten für ganz verschiedene Zwecke verwendet wurden, die sich aber als gesundheitsschädlich erwiesen haben – unter anderem sind sie krebserregend. 

Funde nicht "flächendeckend"

Gefunden wurden diese Stoffe, so Rahtgens, in ganz unterschiedlichen Bauteilen und in ganz unterschiedlichen Materialien, die irgendwann in den Jahren zwischen 1938 und 1995 in den Blöcken verwendet wurden. Wobei es wohl durchaus überraschte, dass die Funde nicht „flächendeckend“ gemacht wurden, sondern nur punktuell. „Da ist kein System zu erkennen“, erklärte die Sprecherin dazu. 

Um das ganze Ausmaß der Altlastenproblematik in den Blöcken genauer abschätzen zu können – und natürlich auch, um dann sinnvolle Schritte zu dessen Beseitigung einleiten zu können – wird von einer Fachfirma jetzt eine „tiefgehende Detailuntersuchung“ durchgeführt, inklusive einer Empfehlung für ein erfolgreiches Sanierungsverfahren. 

Zeitplan nicht in Gefahr

Das Ziel dieses Verfahrens ist klar: „Alles was Schadstoffe enthält fliegt raus“, wies Rahtgens darauf hin, dass ein gesundes Wohnumfeld für den Eigentümer oberste Priorität habe – deshalb würden die gesetzlichen Vorgaben für die Beseitigung von Schadstoffen sogar noch übertroffen. Derzeit bestünden keine Zweifel, dass dieses Ziel auch erreicht werden könne. Und: Auch der Zeitplan für die Entwicklung sei bislang nicht in Gefahr, versicherte die Sprecherin.

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