Rotarier unterstützen Obdachlose mit Schlafsäcken

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Norbert Wex und Jochen Bock vom Rotary Club Soest-Lippstadt übergaben die Schlafsäcke gestern an Michael König (von links) von der Sozialberatungsstelle.

Soest – Es gibt viele Gründe, warum ein Mensch in diesen kalten Zeiten kein Dach über dem Kopf hat – sie alle treten in den Hintergrund, wenn es darum geht, einen warmen Platz für die Nacht zu finden. Bei Michael König und seinen Mitarbeitern in der Sozialberatungsstelle des Pertheswerkes tauchen immer wieder Obdachlose auf, die dringend einen Schlafsack benötigen, um irgendwo draußen unbeschadet durch die Nacht zu kommen. Dank der Unterstützung des Rotary Clubs Soest-Lippstadt hat er jetzt wieder einige hochwertige Schlafsäcke, die genau den Schutz bieten, der gebraucht wird. 

„Wir haben schon im Sommer darüber gesprochen, dass der Bedarf nach solchen Schlafsäcken im Winter groß sein wird und haben beschlossen, aktiv zu werden“, erklärten jetzt die beiden Rotarier Dr. Norbert Wex und Jochen Bock bei der Übergabe der fünf hochwertigen Schlafsäcke. 

Die schützen nicht nur vor Temperaturen bis zu minus 20 Grad, sie sind auch leicht und haben wenig Volumen – wichtige Vorzüge für ihre neuen Besitzer, die sie auf ihrem Weg ja auch ohne weitere Hilfsmittel transportieren müssen. Rund 15 Schlafsäcke werden in der Sozialberatungsstelle jeden Winter ausgegeben – und immer gibt es gute Gründe für die Bedürftigkeit: Menschen sind überraschend obdachlos geworden, alte Schlafsäcke sind hoffnungslos verschlissen oder wurden gestohlen oder mutwillig zerstört – beides keine Seltenheit für Obdachlose, die immer wieder Opfer gewalttätiger Angriffe werden, denen sie meistens weitgehend schutzlos ausgeliefert sind. 

In Soest sind die acht Übernachtungsplätze für Nichtsesshafte in der Unterkunft in der Waldstraße fast durchgehend belegt.

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