Sparkassen-Fusion unter Dach und Fach

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Der Vertrag ist unterschrieben, die Fusion besiegelt: Ein historischer tag für die Sparkassen Soest und Werl.

Soest.  Der Vertrag ist unterzeichnet, die Fusion der Sparkassen in Soest und Werl unter Dach und Fach. Jetzt ist der gemeinsame Weg besiegelt, ein historischer Tag in der Chronik beider Häuser. 

 „Es ist uns gelungen, die imaginäre Grenze zwischen Werl und Soest zu überspringen“, stellte Ulrich Dellbrügger als Vorsitzender des Soester Verwaltungsrates zum Einstieg der wichtigen Sitzung fest.fest. So, wie er, zeigten sich auch alle anderen Vertreter der beiden Institute – Träger und Gremien – die am großen Tisch saßen, positiv und zuversichtlich gestimmt.

Sie sind sicher, in den intensiven und, wie sie betonten, konstruktiven Gesprächen der Anbahnung eine solide Basis für ein leistungsstarkes Unternehmen gelegt zu haben, das in seiner Größe für den Markt stabil aufgestellt und die nächste Zukunft gerüstet ist. 

Der Prozess zum Zusammenschluss sei sachlich, stramm, zielorientiert und in vertrauensvoller Atmosphäre gelaufen. „Ein guter Schritt und ein gutes Ergebnis. Wir können uns allen gratulieren“, hob Werls Bürgermeister Michael Grossmann hervor.

 Nach den übereinstimmenden Beschlüssen der Zweckverbandsversammlungen in Soest und Werl startet das neue Institut unter dem Namen Sparkasse SoestWerl am 1. Januar des neuen Jahres. 

Herbert Köhler, Soester Vorstandsvorsitzender, machte noch einmal deutlich, welch enorme Herausforderungen anstehen, die sich mit vereinter Kraft leichter stemmen lassen. Er nannte als Beweggrund, gemeinsam zu agieren, die Zins- und Geldpolitik der Europäischen Zentralbank sowie eine, wie er wörtlich sagte, „ausufernde“ Regularik, verbunden mit „unwahrscheinlichen Kosten“ und einem hohen Zeitaufwand. 

Ein wichtiges Thema, das sicher auch Chancen berge, sei die Digitalisierung. Ein Großteil der Kunden wickele Geldangelegenheiten hauptsächlich mit dem Smartphone ab. „Da findet heute Traffic statt“, so Köhler, „das ist eine Aufgabe, die gemeinsam gemeistert werden muss.“

 Als weiteres bedeutendes geschäftliches Handlungsfeld listete er die demografische Entwicklung auf. Bilanzen und Zahlen passen, nun müssten noch die Menschen zusammenfinden, erläuterte der Werler Vorstandsvorsitzende Jochen Gerenkamp das weitere Vorgehen. Ein Kernpunkt der Verhandlungen war, dass niemand vertragsbedingt gekündigt wird. Auch Personalvertreter gehörten der Verhandlungskommission an. 

Zahlen, Daten, Fakten:

Gemeinsame Bilanzsumme nach der Vereinigung: rund 2,5 Milliarden Euro. Damit Platz 15 von 67 Sparkassen in Westfalen-Lippe. Rund 1,9 Milliarden Euro Kundeneinlagen. Rund 1,7 Milliarden Euro Kreditinanspruchnahmen. Rund 267 Millionen Euro verwaltetes Kundenwertpapiervolumen. Geschäftsgebiet: 638 Quadratkilometer (damit an neunter Stelle der Sparkasse in Westfalen-Lippe), rund 150 000 Einwohner und rund 68 000 betreute Kunden. Etwa 450 Mitarbeiter. 26 Geschäftsstellen (19 mit Mitarbeitern besetzt, dazu kommen sieben Automaten-Filialen).

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