Soests größtes Dorf Ampen denkt nun über einen Broadway nach

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Jede Menge Infos: Ulla König (vorn) zeigte ihr zehnminütiges Video über Ampen, danach erstatteten Heinz-JürgenHaverland (Sportverein), Norbert Dodt (Anadopa), CDU-Fraktionschef Rolf Meiberg, Ortsvorsteher Ulrich Dellbrügger, Stadtbaurat Matthias Abel und Volker Behrens (Schützenverein) Bericht.

Ampen  - Sie haben beides hingekriegt: Die 1650 Amper. Sie sind nicht nur Soests größtes Dorf, sie haben auch von allen Soester Stadt- und Ortsteilen „die höchste Quote an 25- bis 40-Jährigen“.

Letzteres haben sich die Amper bei ihrem Jahres-Frühschoppen nicht gegenseitig vorgeschwärmt oder womöglich ausgedacht. Stadtbaurat Matthias Abel war zu Gast und bescheinigte den hundert Zuhörern im Schützenhaus den jungen Altersdurchschnitt und erläuterte, was noch so kommt.

Tatsächlich wird gerade ein neues kleines Baugebiet an der Werler Landstraße vorbereitet. Die Fläche, die für ein halbes Dutzend Eigenheime reicht, war eigentlich als Erweiterungsland für den Friedhof reserviert; doch der Acker wird dafür nicht mehr benötigt. Bis auf 2000 Einwohner könnte Ampen wachsen, ohne dass sich übergeordnete Behörden wie etwa die Bezirksregierung groß einmischen würden, erläuterte Abel. 

Danach würde der Regionalrat, der in Sachen Landesentwicklungsplan zuständig ist, ein Wort mitreden. So oder so: „Ampen ist ein sehr dynamischer Ort“, attestierte Abel der Zuhörerschaft. 

Ortsvorsteher Ulrich Dellbrügger hatte im Jahresbericht und in der Vorschau gleich ein ganzes Bündel an Initiativen und Aktionen im Gepäck, die diese Einschätzung belegen: 

– Die Feuerwehr hat ihr neues Gerätehaus bezogen; die Jugendfeuerwehr feierte ihr Goldjubiläum; 

– die Renaturierung des Amper Bachs schreitet munter voran; Schüler des Convos haben sich das Vorhaben zu eigen gemacht und inzwischen sogar Unterstützung und Beifall der zuständigen Landesumweltministerin Ursula Heinen-Esser gefunden; 

– der für die Sicherheit der Schüler und anderer Radfahrer und Fußgänger so wichtige Radweg am Paradieser Weg wird endlich gebaut. CDU-Fraktionschef Rolf Meiberg, ebenfalls Gast der Amper Runde, bescheinigte Dellbrügger, dass sich sein 30-jähriges Bohren in der Sache nun endlich ausgezahlt habe. 

Schwer aktiv ist seit geraumer Zeit die Nachbarschaft im Scheuning. Berni Kümpel stellte jetzt das neueste Projekt vor: einen Bücherschrank an der alten Zollschranke im Amper Westen. Dazu wollen die Leseratten ein altes Militär-Wachhäuschen auftreiben und aufstellen, in dem der stählerne Bücherschrank sinn- und auffällig platziert wird. 

Außerdem will die Nachbarschafts-Initiative ein „White Breakfast“ aufziehen. In Anlehnung an die zahllosen „Dinner in White“, die sich allerorts etablieren, soll hier nun ganz in Weiß für den guten Zweck gefrühstückt werden. Bei so viel kulturellem und gesellschaftlichem Engagement taufte Kümpel den Scheuning auch schon mal in „Amper Broadway“ um – sehr zur Freude seiner Mitbewohner. 

Ortsvorsteher Dellbrügger ging zuletzt noch auf die große Fotovoltaikanlage ein, die im Süden entstehen soll. Vorab aber gebe es die nötige Bürgerversammlung.

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