Termin so spät wie nie zuvor 

Ärger um Soester Christbaum-Abfuhr

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So spät wie noch nie holt die Müllabfuhr in diesem Jahr die Weihnachtsbäume ab. Erst ab dem 21. Januar werden Nordmanntanne und Co. mit dem Bioabfall entsorgt.

Schon seit Anfang des Jahres melden sich viele Soester im Rathaus und fragen nach, was denn jetzt mit den alten Bäumen sei. Bisher wurde noch kein Abfuhrtermin veröffentlicht. Manche beschweren sich: In der Stadt sehe man überall nadelnde Bäume auf Straßen und in Vorgärten dümpeln. In den umliegenden Dörfern dagegen seien die austrocknenden Gehölze längst eingesammelt worden.

 Die Soester Antwort ist immer die gleich: Nach dem 21. Januar sind die entschmückten Bäume frühmorgens bis sechs Uhr an den Straßenrand zu legen. Sie werden dann zwar nicht mit dem selben Gefährt abgefahren wie der Biomüll, aber in einen ähnlichen Wagen geworfen, zusammengepresst und auf der Kompostierungsanlage entsorgt. 

Warum die Kommunalen Betriebe Soest (KBS) den Abholtermin in diesem Jahr so spät gelegt haben, war aus dem Rathaus nicht zu erfahren. Wohl aber war der Hinweis zu hören, dass die Bäume vor der Abfuhr sorgfältig von Kugeln und Lametta zu befreien seien. Der Schmuck ist für die Müllpresse zwar kein Problem, aber er gehört natürlich nicht auf die Kompostierungsanlage. 

In früheren Jahren waren die Weihnachtsbäume auch in Soest meistens direkt nach dem Dreikönigsfest, also am 6. Januar, abgeholt worden. Dann hatten sie in der Regel zwei Wochen in warmen Wohnzimmern gestanden, waren vertrocknet und begannen zu „rieseln“. Die Weihnachtszeit endet offiziell erst am 2. Februar, dem Fest Mariä Lichtmess. Vor dem Siegeszug der Zentralheizung blieben Weihnachtsbäume vor allem in katholischen Haushalten oft bis zu diesem Zeitpunkt in den kalten Wohnzimmern stehen und sahen selbst Anfang Februar noch frisch aus. Heute setzt ihnen die Heizungswärme zu. 

Wer den alten Weihnachtsbaum nicht über die KBS entsorgen will, kann das gute Stück an einen Tierpark oder Zoo geben – vorausgesetzt, es handelt sich um einen chemisch nicht behandelten Biobaum. Manche Tiere fressen gerne die restlichen Nadeln und die Rinde ab oder spielen mit dem Stamm.

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