Soester will mit Banner-Challenge ein bisschen Frieden stiften

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Joachim Seise sucht für seine Aktion am Sonntag möglichst viele Mitstreiter, die vor dem Friedens-Banner posieren.

Soest - Die Welt gerät gerade etwas aus den Fugen: Kriege, Flüchtlinge, Trump, Truppen-Manöver an der russischen Grenze. „Man sollte sich schon ein wenig Sorgen um den Frieden in Europa machen!“, meint der Soester Joachim Seise. Der 53-jährige Handwerksmeister will es aber nicht beim Jammern und bei bloßen Worten belassen, sondern am Sonntag ein Zeichen setzen.

Frieden steht auf den zehn großen Transparenten, die er hat fertigen lassen und die von Soest aus möglichst auch in andere Orte und Länder wandern sollen: Als Zeichen für ein Miteinander in der Gesellschaft, die gerade mit zunehmender Polarisierung und Spaltung zu kämpfen habe.

Die Verbreitung der friedlichen Botschaft stellt sich Seise so vor: Zum Auftakt hängt sein Transparent am morgigen Sonntag um 15 Uhr vor dem Rathaus. Möglichst viele Unterstützer – „jedermann ist willkommen!“ – stellen sich davor. Das Foto der Aktion geht über soziale Netzwerke in alle Welt und fordert zum Nachahmen auf. Seise selber „bearbeitet“ gerade zehn Freunde und Bekannte, die ihrerseits die Plakat-Aktion fortsetzen. Und wer davon im Netz liest, kann sich wiederum an Seise wenden, sich ein Banner zusenden lassen und den nächsten Baustein der „Banner-Challenge“ setzen.

„Ich hoffe, dass die Banner über diese Aktion die Welt bereisen können und viele mitmachen“, sagt Joachim Seise. Natürlich wisse er um die bloße Symbolik, doch er ist absolut überzeugt: „Wenn man nichts tut, wäre das der größte Fehler.“

Vorsorglich hat er bei der Polizei und bei der Stadt vorgesprochen, um sein „absolut unparteipolitisches Vorhaben“ anzumelden und nicht gleich an der ersten formalen Hürde zu scheitern.

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