Soester trug olympisches Feuer durch England

Gustavo Möller-Hergt trug die Olympiafackel.

SOEST ▪ „Total emotional!“ In nur zwei Worten steckt riesengroße Begeisterung. Prof. Gustavo Möller-Hergt trug die Fackel, half mit, das olympische Feuer zur Queen zu tragen, die in der kommenden Woche im Londoner Stadion die Spiele eröffnet.

Der Also-Actebis-Chef lief mit der Nummer 94 durch den Badeort Eastbourne an der britischen Sonnenschein-Küste.

Über 12 000 Kilometer führt die siebzigtägige Reise der symbolträchtigen Flamme durch das Vereinigte Königreich. Läufer Gustavo Möller-Hergt legt auf dieser Strecke ehrenvolle 550 Yards (etwa 500 Meter) zurück. Sein Exemplar der Fackel aus goldverziertem Aluminium nahm er mit nach Hause. „Die bekommt einen Ehrenplatz“, verrät er. Das Objekt dürfte viele Blicke auf sich lenken, schon allein deshalb, weil es wegen seines außergewöhnlichen Designs schon mit einem Kunstpreis ausgezeichnet wurde. Für Gustavo Möller-Hergt hat das Meisterstück einen besonderen, ganz persönlichen Wert.

„Faszinierend, richtig rührend“, beschreibt er die Begegnungen auf der Insel. Er genoss die Stimmung, den Jubel der Menschen am Wegesrand, die winkten, klatschten und die Kameras zückten.

Der 50-Jährige kam mit anderen Teilnehmern ins Gespräch, alle erzählten ihre Geschichte. So wie ein Mann, der von heute auf morgen sein Augenlicht verlor. Oder ein krankes Mädchen, das sein Schicksal mit Stärke trägt und für das ein Herzenswunsch in Erfüllung ging. Auch eine Ordensfrau aus dem Mutterhaus der Dillinger Franziskanerinnen legte sich für Olympia ins Zeug.

„Es gibt zwei Dinge die Menschen und Völker verbinden, über alle Grenzen hinweg“, sagt Gustavo Möller-Hergt, das sind die Musik und der Sport“. Das habe er auch in seiner Bewerbung für den traditionellen Fackellauf deutlich gemacht. Die Olympischen Spiele führen die Nationen zusammen – er sei stolz und überglücklich, betont der Also-Actebis-Chef an diesem „unglaublichen Ereignis“ teilhaben zu dürfen. „Meine Familie ist auf der ganzen Welt verteilt“, schildert er. Alle gemeinsam dürften sich auf fröhliche, friedliche Wettkämpfe freuen. ▪ Köp.

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