Viel Elend könnte vermieden werden

Glasklare Vorschrift für Katzenhalter: Kastrieren und Registrieren ist Pflicht!

Birgit Oberg vom Soester Tierheim appelliert dringend an Katzenhalter im Kreis
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Birgit Oberg wünscht sich, dass viele der kleinen Tragödien, die gerade auch Katzen ins Soester Tierheim führen, verhindert werden könnten.

Mit dem Frühling kommen auch die Katzen! Im Soester Tierheim finden einige von ihnen dann zumindest vorübergehend ein Zuhause – das ändert aber nichts daran, das hinter jedem der tierischen Schicksale eine kleine Tragödie steckt. Dabei ließen sich viele dieser Tragödien mit wenig Aufwand vermeiden.

Kreis Soest – Leiterin Birgit Oberg macht es oft traurig und auch wütend, wenn Katzen im Tierheim abgeliefert werden, verwildert, halbverhungert, krank und offensichtlich mit großen Schmerzen. Eigentlich ist nämlich alles ganz klar: „Wer eine Katze hat, die nicht nur in der eigenen Wohnung bleibt, muss sie kastrieren und kennzeichnen“, erklärt sie die in fast allen Kommunen im Kreis glasklare Vorgabe für Katzenhalter – und zwar gleichermaßen für weibliche Tiere wie für die Kater.

Leider aber ist das nur die Theorie, die Praxis sieht ganz anders aus: Aus ganz unterschiedlichen Gründen lassen Halter ihre Tiere unkastriert oder ungekennzeichnet – oder beides. „Manchmal geschieht das sogar in dem Glauben, den Katzen damit etwas Gutes zu tun“, müssen sich Oberg und ihre Mitarbeiter oft ziemlich absurd anmutende Erklärungen anhören, wenn sie ins Gespräch mit den Besitzern solcher Tiere kommen.

Absurd deshalb, weil die mit einer Kastration verbundenen Belastungen für die Katzen ungleich geringer sind als die Folgen, wenn sie nicht kastriert werden – und das gilt nicht nur für die unkontrollierte Vermehrung, die alleine schon zu viel Elend führt.

„Bei weiblichen Tieren kann das zu Dauerrolligkeit führen, das ist pure Tierquälerei“, weiß Oberg – und das gilt natürlich auch für Katzen, die ausschließlich in einer Wohnung gehalten werden. Und freilaufende unkastrierte Kater vergrößern, unter anderem, die Zahl der verwilderten Katzen, die ohne menschliche Unterstützung oft verhungern.

Birgit Oberg appelliert daher dringend an ALLE Katzenbesitzer: „Bitte tun Sie sich selber und ihrem Tier etwas Gutes und lassen Sie ihre Katze kastrieren und kennzeichnen. Dann haben Sie auch eine gute Chance, Ihr Tier wieder zu bekommen, wenn es mal entwischt ist“.

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