Damit es überall weihnachtet:

Soester Tafel ruft zum Paketpacken auf

Rufen auf zum Päckchenpacken: Annelies Berger, Jenny Jung, Jürgen Hillebrand und Martin Wende (von links). Wer nichts packen kann, darf das Team auch mit einer Geldspende unterstützen. 
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Rufen auf zum Päckchenpacken: Annelies Berger, Jenny Jung, Jürgen Hillebrand und Martin Wende (von links). Wer nichts packen kann, darf das Team auch mit einer Geldspende unterstützen. 

 Soest – Wenn Michael König als Vorsitzender der „Soester Tafel“ über die jährliche Paket-Aktion zu Weihnachten spricht, dann gerät er ins Schwärmen. „Ich erinnere mich an eine ältere Dame. Die meinte, dass das Paket ihr einziges Weihnachtsgeschenk sei. Sie war so dankbar. Das Paket hat sie dann mit nach Hause genommen und erst an Heiligabend geöffnet.“ Überhaupt sei es die Dankbarkeit, die rund um die Aktion überall spürbar sei. Michael König: „Es kommen sogar Spender und bedanken sich bei uns, dass wir das machen.“

„Für die vielen Bedürftigen in der Stadt ist die Aktion etwas ganz Wichtiges“, sagt Maike Oesterhaus als Koordinatorin der Soester Tafel. Weil nämlich vieles andere Corona-bedingt ausfalle, freuten sich die Menschen auf das Extra-Paket zum Fest.

Bereits zum 15. Mal ruft die Soester Tafel deshalb nun wieder auf, Weihnachtspakete für Bedürftige zu packen. „Mitmachen darf jeder Verein, jede Schule, jeder Kindergarten, jede Kirchengemeinde, jede Familie und jeder Mensch“, sagt Maike Oesterhaus. Was rein soll ins Paket? Am liebsten nur haltbare Lebensmittel wie Kaffee und Tee, Res, Nudeln, Schokolade und Süßigkeiten; oder eingeschweißte Wurst- und Käseprodukte, Cornflakes, Gebäck. Wer mag, darf auch etwas Luxus einpcken: zum Beispiel eine gute Seife, ein Shampoo oder Weihnachtskerzen.

Weil die Pakete ohne Sortierung an alle Bedürftige ausgegeben werden, raten die Helfer der Tafel von speziellen Geschenken ab. „Herrensocken für eine alleinerziehende Mutter sind nicht so optimal“, sagt Michel König. Geschenke für Kinder gibt es aber trotzdem. Weil nämlich die Firma „Haspro“ traditionell zum fest die Tafel mit Spielzeugen unterstützt, wird neben den Paketen auch für jedes Kind ein Spielzeug unterm Baum liegen.

Abgegeben werden dürfen die gepackten Pakete am Freitag und Samstag, 4. und 5. Dezember, jeweils zwischen 11 und 17 Uhr im Schiefen Turm, der Kirche in der Thomästraße gleich neben der Soester Tafel. Und wer nichts packen kann, darf das Team auch mit einer Geldspende unterstützen. Das Spendenkonto der Soester Tafel hat die IBAN DE88414500750000065540 (bitte bei der Verwendung „Paketaktion“ notieren).

Ausgegeben werden die weihnachtlichen Präsente dann eine Woche nach dem Eingang. „Wir rechnen mit rund 600 Paketen“, macht Maike Oesterhaus die Dimension der Ausgabe klar. Deshalb habe man bereits viele ehrenamtliche Helfer engagiert, damit sowohl das Entgegennehmen als auch das Ausgeben der Pakete reibungslos klappt. „In diesem Jahr müsse wir wegen Corona sogar einen Ordnungsdienst haben“, so die Koordinatorin. Zwar verhielten sich die allermeisten Menschen in der Warteschlange vorbildlich. Doch weil die Weihnachtspakete eben auch etwas ganz besonderes seien, herrsche eben auch eine große Ungeduld.

Wer weitere Infos zur Aktion benötigt, darf sich unter Tel. 02921/341072 zwischen 10 und 14 Uhr an die Soester Tafel wenden.

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