Abriss naht: Im Bewohnerzentrum werden Kisten gepackt

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Im Awo-Bewohnerzentrum am Britischen Weg steht der Umzug an: Die Kisten sind gepackt.

Soest. Im Awo-Bewohnerzentrum im Soester Süden herrscht Aufbruchstimmung. „Wir packen unsere Sachen“, meldet Leiter Maik Glormann. Hundert Umzugskisten hat er besorgt, die sich ruck, zuck mit unentbehrlichem Kleinkram und auch größerem Equipment füllen. 

Die Küche steht noch – aber nicht mehr lange. Auch Kühlschrank, Herd und Schränke gehen mit ins Ausweichquartier in der Nachbarschaft. Der stark frequentierte Treffpunkt wechselt in den Keller der Astrid-Lindgren-Schule und wird dort so lange bleiben, bis – voraussichtlich im übernächsten Jahr – das neue Stadtteilhaus fertig ist.

 Noch läuft der Betrieb an gewohnter Stelle, wenn auch vor der Kulisse von gestapelten Stühlen und gefüllten Kisten, deren Inhalt von Bastelmaterial über Fußballtrikots bis zur Weihnachtsdeko reicht. Auch die glänzenden Pokale für sportliche Erfolge werden gut verstaut. Das meiste muss mit, manches wird aussortiert. Der Bau des Bewohnerzentrums war äußerlich immer schon eher schlicht als schön, doch jetzt regnet es auch noch durch. Probebohrlöcher in der Decke und an den Wänden deuten auf die Vorbereitung des Abrisses Anfang November hin. 


Doch trotz der Wasserpfützen im Haus und der großen Räumerei setzt das Team alles daran, das Herbstferien-Programm wie geplant durchzuziehen. Diese Woche sind unter anderem ein Besuch auf der Co-Cart-Bahn in Neheim sowie des Fußballmuseums in Dortmund und des Soester Aquafuns vorgesehen, auch einige Gruppen steuern nach wie vor ihr altes Domizil an.

Jetzt rücken  die Helfer des Soester Entwicklungsnetzes an, um den kompletten „Hausrat“ nach nebenan zu transportieren. Später  ist der Container bestellt. Mit Beginn der letzten Oktoberwoche wird das Gebäude leer stehen. 

Für die vielen Nutzer gehört die „Übergangslösung“ dann endgültig der Vergangenheit an. „Am 4. November geht’s drüben weiter“, kündigt Maik Glormann an.

 Die Lage mitten im Viertel sei optimal. Von der Größe her seien die Kapazitäten mit dem derzeitigen Platz zu vergleichen. Zwar freuen sich alle auf das geplante und seit langem geforderte Stadtteilhaus und damit auf ein Ende des abgängigen Provisoriums. Dennoch ist der Abschied mit Wehmut verbunden. Aus über 20 Jahren lassen sich viele Geschichten erzählen, und bei allen Unzulänglichkeiten, zeichnete sich der Ort auch durch seine gemütliche Atmosphäre aus, einschließlich der bunten Wandbilder, die die Kinder selbst gemalt haben. 

Jugendtreff von 16 bis 21 Uhr

Der Abriss des derzeitigen Awo-Bewohnerzentrums ist für Anfang November geplant, möglicherweise in der Kirmeswoche. Dann bestimmen die Handwerker das Bild am Britischen Weg, das neue Stadtteilhaus soll im Frühjahr 2021 in Betrieb gehen. Der Jugendtreff im Awo-Bewohnerzentrum am Britischen Weg wird künftig montags, dienstags, donnerstags und freitags von 16 bis 21 Uhr geöffnet sein. Wie berichtet steht den Kindern der Treffpunkt Süd an der Hamburger Straße zur Verfügung. Diese Änderung gelte zunächst für eine Testphase, schildert Maik Glormann. Anhand der Erfahrungen werde darüber gesprochen, ob es bei dieser Regelung bleiben soll.

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