Im Soester Stadtrat wird es noch bunter: Acht Fraktionen

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Seyit Ali Yildirim und Thomas Howe wollen auch ohne die CDU weiter in der Politik mitmischen.

SOEST - Die politische Szene im Soester Stadtrat wird vier Monate vor der nächsten Kommunalwahl noch ein Stück bunter. Zu den sieben Fraktionen – CDU, SPD, BG, Grüne, FDP, SO-Partei und Linke – gesellt sich auf den letzten Metern der Legislaturperiode noch die UF.

Hinter dem Kürzel verbirgt sich die „Unabhängige Fraktion“ – und die besteht aus den Ratsmitgliedern Thomas Howe (29) und Seyit Ali Yildirim (53), die vor wenigen Tagen aus Verärgerung der CDU-Fraktion den Rücken gekehrt haben – wir berichteten.

„Die UF ist die logische Konsequenz aus dem Austritt“, sagte Howe gestern gegenüber dem Anzeiger. Die CDU habe den beiden für die nächste Wahl einen aussichtsreichen Listenplatz verwehrt und sei nicht mehr bereit, mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Im Grunde genommen wollen er und Yildirim nun die Arbeit fortsetzen, die ihnen bei der CDU nicht mehr möglich sei. „Wir wollen dem Bürgermeister und der Verwaltung mehr auf die Finger gucken.“ Die CDU-Fraktion sei „zuletzt nur noch ein Abnickverein“ gewesen. Inhaltlich wollen die beiden Ex-CDUler in den kommenden Wochen zwei Themen aufgreifen: Sie wollen für eine effektivere Vergrämung der Krähen streiten und die Diskussion um den Bau eines Kunstrasenplatzes neu anfachen: „Eigentlich ist für so etwas ja überhaupt kein Geld da; aber wenn der schon gebaut werden soll, gehört er in den Soester Süden – und nicht ins Jahnstadion“, findet Howe.

Ob die „Unabhängige Fraktion“ eine Eintagsfliege bleibt oder sich womöglich aufmacht für eine Kandidatur bei der nächsten Rathauswahl, ließ Howe offen: „Das steht noch nicht fest.“ Fürs erste sind er und Yildirim erst einmal gespannt, welche Plätze ihnen in der nächsten Ratssitzung zugewiesen werden. Da die Ratsmitglieder fraktionsweise zusammenhocken und sich Howes und Yildirims Sitze und Pulte inmitten der CDU-Fraktion befanden, ist der Umzug programmiert. - hs

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