Rücktritt nach der Wahl

Soester SPD in der Krise:  Sandra Wulf gibt Vorsitz und Ratsmandat ab

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Am Abend der Niederlage: Sandra Wulf (mitte) und die gescheiterte SPD-Bürgermeisterkandidatin Bärbel Dittrich (rechts daneben) verfolgen am 13. September die Ergebnisse der Kommunalwahl.

Die Soester SPD steht ohne Vorsitzende da. Sandra Wulf hat nach zehn Jahren im Amt ihren Posten niedergelegt. Auch ihr Ratsmandat gibt Wulf zurück.

Soest - Sandra Wulf gibt ihre Ämter in der Soester SPD zurück. Wie der Ortsverein der Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung am Montag (28. September) mitteilt, habe Wulf Vorstand und Fraktion der SPD bereits am Samstag (26. September) über diesen Schritt informiert.

"Ich habe bereits vor längerer Zeit beschlossen, dass ich nach der Wahl nach über 10 Jahren den Ortsvereinsvorsitz niederlegen möchte. Es war eine tolle Zeit und eine großartige Erfahrung, die Soester SPD so lange führen zu dürfen", wird  Wulf in der Mittelung der SPD zitiert.

Das Wahlergebnis - die SPD ist in Soest hinter den Grünen nur noch drittstärkste Kraft im Rat - mache sie "traurig". Es sei nicht gelungen, die Wähler ausreichend zu überzeugen. Der Ortsverein wird jetzt einstweilen von Mehmet Tavus und Marita Stratmann kommissarisch geführt. Am 30. September will die SPD das Amt im Rahmen einer Mitgliederversammlung neu besetzen. Das Ratsmandat von Sandra Wulf wird laut Reserveliste Beate Spiekin-Heemann wahrnehmen.

Der Kommunalpolitik bleibt Wulf beruflich als Fraktionsgeschäftsführerin der SPD-Fraktion Münster erhalten.

Auch in der Nachbarstadt Werl zeigt die SPD nach dem Wahldebakel Auflösungserscheinungen. Meinhard Esser, glückloser Bürgermeisterkandidat und bislang Fraktionsvorsitzender der SPD im Werler Stadtrat, hat den Fraktionsvorsitz abgegeben.

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