Soester und Sassendorfer wollen mit Segelschiff über den Atlantik: Es sind noch Plätze frei!

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Von Mallorca (rechts oben) segelt die Soester Crew zunächst den Atlantik gen Süden an der Westküste Afrikas vorbei und dann mit den Passatwinden durch die Karibik gen Westen bis nach Cuba.

Soest -  Kreuzfahrten sind gerade in. Doch die Atlantik-Tour, die Martin Strugholz und Raimund Appels anbieten, wird keine Lustfahrt auf dem Luxusdampfer, sondern ein Stück harte Arbeit.

Mit einer nagelneuen Segelyacht gehen sie im Herbst für sieben Wochen von Mallorca bis nach Kuba aufs Meer. Mitsegler sind ausdrücklich willkommen.

Der Soester Strugholz, 54, und sein Sassendorfer Skipper Appels, 59, haben schon so manchen Törn bewältigt. Zweimal im Jahr gehen sie mit den „Happy Sailors“, einer Gruppe segelbegeisterter Freunde, auf Tour durchs Mittelmeer, über die Nord- und Ostsee. 

Doch diesmal steht das ganz große Programm an: Über den Atlantik und durch die Karibik. Sieben Wochen vom Ablegen auf Mallorca Ende Oktober bis zum Festmachen im Hafen von Cienfuegos auf Kuba Mitte Dezember und somit 10.000 Kilometer auf dem Wasser sind vorgesehen. 

Die Charteryacht (für Kenner: eine Sun Odyssee 519) misst 16 Meter, unter Deck gibt es Kojen für zehn Segler. „Wir rechnen mit allem“, sagt Strugholz. Zwar liegt ihre Reisezeit außerhalb der Hurrikane-Saison, doch weltweit ist das Wetter längst unberechenbar geworden. „Es kann tagelange Flaute geben, wo das Boot nur vor sich hindümpelt, aber es kann auch stürmen und tosen.“ 

Arbeit statt Aperitif 

Wer also eine gemütliche Dampfer- oder Ausflugsfahrt mit Aperitif-Service auf dem Sonnendeck erwartet, wäre fehl am Platz. Wer mit will, muss „richtig arbeiten“: Die Crew segelt durch, Tag und Nacht, da muss navigiert werden, gewacht, gekocht, geschrubbt und in Schichten geschlafen werden. Kurzum: „Es wird kein Zuckerschlecken.“ 

Während anfangs noch auf den ersten Schlägen von Mallorca über Gibraltar bis zu den Kanaren ein paar Zwischenstopps in den Häfen anstehen, geht es später für drei bis vier Wochen nur übers Wasser: Immer derselbe Blick, grau oder blaues Meer so weit das Auge reicht, grau oder blauer Himmel. 

Auf nach Kuba: Martin Strugholz freut sich auf das Abenteuer.

Das Gute daran: „Wenn alle Reize weg sind, kommt der Geist zur Ruhe“, lautet eine seiner Erfahrungen, die Strugholz von seinen Törns mitgebracht hat. Seit November sind Strugholz und Appels mit der Organisation ihrer Atlantik-Überquerung beschäftigt; am 24. März wollen sie ihre Crew ein erstes Mal zusammenholen, um sich auf den Trip einzustimmen. 

Wer nicht gleich die volle Distanz von 5400 Seemeilen und sieben Wochen „mitziehen“ will, kann sich auch für die kleineren Etappen am Anfang oder nur für die drei bis vier Wochen Karibik an Bord begeben. Dort allerdings dürfte zwischenzeitlicher Ausstieg selbst für geübte Schwimmer ausgeschlossen sein. 

Interesse? Martin Strugholz ist unter der Nummer 0171 / 2132408 oder per Mail erreichbar: martin.strugholz@gmail.com

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