Aktion für "Nachbar in Not"

Promikick 2019: FC Pauker sichert sich den Pokal

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So sehen Sieger aus: Der FC Pauker hat am Freitag den 16. Promikick gewonnen.

Soest – Die knallvolle Börderhalle hat die 16. Auflage des Promi-Kicks erlebt – eine echte Gaudi. Es war wohl die letzte in dieser Halle. Das betonte der Bürgermeister als Schirmherr bei seiner Begrüßung.

500 Zuschauer dürfen rein und auf die Tribüne. Dass es nicht mehr werden, darauf hat Rainer Brügger vom Stadtsportbund ein Auge. „Schätze, heute sind 499 da“, sagte er nach der ersten Stunde um 19 Uhr, als kein Durchkommen mehr über den oberen Gang möglich war. Brügger muss es wissen, ist er doch seit dem ersten Kick 2004 dabei, als der Stadtsportbund die Halle mietete, um das Event mit dem Anzeiger auf die Beine zu stellen. 

Etliche aus den Fanclubs, die traditionell mitreisen, um ihre Mannschaft anzufeuern, dürften vor 16 Jahren noch Kinder gewesen sein: Auffällig viele junge Mädchen und Frauen fanden sich auf den Rängen, als Soests Bürgermeister Eckehard Ruthemeyer sie alle begrüßte. „Toll, dass Sie wieder dabei sind und die gute Sache unterstützen“, sagte er zur Begrüßung in seiner Rolle als Schirmherr der Veranstaltung. Und: „Ich gehe davon aus, dass der nächste Promi-Kick an anderer Stelle stattfindet.“ 

Die Nachfolgehalle wird derzeit gebaut, die Fundamente sind bereits gelegt. Die alte Bördehalle wird dann Geschichte sein. Michael und Dirk finden das auch etwas traurig. „Ich habe früher in dieser Halle viele Jahre Handball gespielt“, sagt Dirk, und es klingt ein wenig wehmütig. Die beiden Männer sind da, weil die Tochter des einen bei den Cheerleadern mitwirkt und der andere als Freund mitgekommen ist. „Wir sind Soester, da kommt man halt.“ 

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Neben den Fans galt das vor allem für Familien. Der kleine Levi war zum Beispiel mit Mutter und Opa da. Apropos Cheerleader. Sie bildete eine von zwei Tanzformationen der Tanzschule Kickelbick. Die neun Mädchen trainieren seit der Kirmes, als sie sich als Truppe zusammengefunden hat, zweimal in der Woche und legte gut choreografierte Auftritte zwischen den Fußballspielen hin. 

Sabrina Matrangolo von der Tanzschule Kickelbick trainiert diese Truppe ebenso wie die Formationstänzer, aber an diesem Abend hat sie die Technik im Griff. Auch neben dem Spielfeld sind bei so einem Event Profis gefragt, und sie macht das nicht zum ersten Mal. Wenn Moderator Torsten Kickelbick ein Lied will – „mach atemlos!“ – beschallt Helene Fischer auch schon die Halle. 

Knaller: Der Auftritt der Kangaroos 

Die Musik-Mischung gelingt, die Rhythmen machen nicht nur den Teams auf dem Feld Beine, sondern bringen auch die Tribüne wieder ins Spiel. Die Fantruppe der „Gipsy Kings“ erinnert sich an ihren Auftrag und wedelt mit ihren blauen Puscheln. „Ja, wir sind alle von Klinikum“, bestätigen die Frauen auf den Rängen, während die Fußballtruppe hinter dem Ball herjagt und eine aus dem Team bei einem Zusammenstoß mit einem Gegner eine Beule davonträgt. 

Absoluter Knaller um 20 Uhr: der Auftritt der Showtanztruppe der Kangaroos aus Werl. „Wir bilden eine Geisterbahn nach“, verriet Tänzerin Finja vor dem Auftritt, der die Zuschauer noch einmal von den Sitzen holte. Tatsächlich tanzten die vielen Mädchen und wenigen Jungen eine Geschichte in der Geisterbahn nach: Chapeau! 

Die Schiedsrichter der vergangenen Jahre hatten bei der letzten Auflage ihr Amt niedergelegt, darunter Heinz Jungbluth von „Nachbar in Not“, der sich übrigens über eine gut gefüllte „Gelbe-Karten-Kasse“ freuen dürfte: Für jedes Foul müssen die Spieler fünf Euro zahlen. Einer seiner Nachfolger als Schiri war Pfarrer Friedemann Kölling, der vor zwei Jahren von sich reden machte, als er im vollen Talar versuchte, Neunnmeterschüsse aufs Tor abzuwehren. 

Diesmal also Schiedsrichter. Er kam zwar vorbildlich gekleidet und mit der Pfeife um den Hals, ließ sich aber vor „seinen“ Spielen genauer erklären, worauf er wohl zu achten habe. Thomas Nübel, der früher zum Rathaus-Team gehörte und nun auch zu den Schiris, gab da gerne Auskunft. 

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