Soester Projekte bei Lernstadt Demokratie ausgezeichnet

Auch das Projekt „Bienen statt Schienen“ des Soester Conrad-von-Soest-Gymnasiums wurde bei der Lernstadt Demokratie ausgezeichnet.

Soest - Zum 25. Jubiläum des Förderprogramms „Demokratisch handeln“ wurde zu einer ganz besonderen „Lernstadt Demokratie“ eingeladen.

In Jena, Thüringen, kamen 48 Projekte und ihre Vertreter aus ganz Deutschland zusammen, um Erfahrungen untereinander auszutauschen und ihre Projekte vorzustellen. In der Imaginata, einem Experimentarium für die Sinne fand ein Fest zur Ehren der Demokratie statt.

Vom Conrad-von-Soest-Gymnasium wurden direkt drei Projekte ausgezeichnet. Sie waren damit Gewinner eines bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerbes und durften „als Belohnung“ an der Lernstatt teilnehmen.

Valerie Hans und Melanie Wenzinski vertraten ihr Umweltschutzprojekt „All 4 Water – Water 4 All“ aus dem Jahr 2013. Alle zwei Jahre treffen sich die „Diplomaten in Gummistiefeln“ mit jeweils zehn Schülern aus den Partnerstädten in Sárospatak, Ungarn; Kampen, Niederlande und Strzelce Opolskie, Polen zum internationalen Umweltcamp, um an Fragestellungen zu Wasserqualität, Flora und Fauna und zur Infrastruktur vor Ort zu arbeiten. Eine Mediengruppe fütterte die so entstandene Dokumentationsarbeit mit Fotos, schnitt einen Film zusammen und außerdem wird ein Theaterstück aufgeführt.

Im Rahmen des Wettbewerbs stellten Carla Heidbüchel und Alexia Stadtmüller, das Projekt „Bienen statt Schienen – Von der Bahnbrache zum Biotop“ vor. Dieses Projekt setzt sich in der lokalen Politik für eine Unterschutzstellung der Schotterflur auf dem alten Güterbahnhofsgelände in Soest, ein um die sich dort angesiedelten bedrohten Tier- und Pflanzenarten zu schützen. „Bemerkenswert sei daran, dass die Schüler zeigen, dass sie Verantwortung für ihre Umgebung übernehmen wollen und einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Entwicklung ihrer Stadt leisten können“, so Dr. Wolfgang Beutel, Geschäftsführer von Demokrtisch Handeln

Außerdem berichteten Carolin Rothhöft und Katharina Schmidt über das Projekt „Fairtrade-Stadt Soest – wirklich fair?“, in dem der Weg von der Idee bis hin zur Umsetzung zur Fairtrade-Stadt beschrieben wird. Eine Stadt erhält den Titel „Fairtrade-Stadt“, wenn mehrere Kriterien erfüllt werden, wobei in erster Linie der Verkauf von fair gehandelten Produkten in ausreichend vielen Lebensmittelgeschäften, Cafés und Restaurants im Vordergrund steht. Weiterhin wurde sowohl auf die gegenwärtige, als auch auf die geplante zukünftige Situation des Fairen Handels in Soest hingewiesen. Dabei leisten Schüler und ihre Lehrer Überzeugungsarbeit.

In Workshops wurden ganz unterschiedliche Herangehensweisen genutzt, um sich mit Demokratie auseinanderzusetzen. Von einem Erlebnispädagogiktag in der Kletterhalle, über ein gemeinsames Kunstprojekt, bei dem ein Karussell erstellt wurde bis hin zu einer Debatte über Toleranz und Inklusion gab es für die Schüler in Jena einiges zu erleben.

„ Es ist toll zu sehen, dass sich viele Menschen aktiv für unsere Gesellschaft und die Demokratie einsetzten.“, so Alexia Stadtmüller.

Ein weiterer Höhepunkt war die politische Diskussion mit den Hildegard Hamm- Brücher-Preisträgern Barbara John und Heribert Prantl, in der es um das Problem des Rechtsradikalismus und der Flüchtlingsfrage ging. Beide betonten die große Herausforderung, mit der sich unsere Gesellschaft auseinander zu setzen habe.

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