Lippetaler im Drogenrausch unterwegs

Soester Polizei verfolgt E-Bike mit 100 Stundenkilometern

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Im Rucksack befand sich der starke Akku, mit dem das getunte Mountainbike mit Strom versorgt wurde.

Soest - Da staunten die Beamten nicht schlecht: Am Mittwochabend begegnete ihnen ein Radfahrer, der augenscheinlich viel zu schnell unterwegs war. Um ihn einzuholen, berichtet die Polizei, musste der Streifenwagen kurzzeitig auf 100 km/h beschleunigt werden. Die ganze kuriose Geschichte:

Am Mittwochabend staunten die Polizeibeamten nicht schlecht, als ihnen auf der Lippstädter Straße gegen 19.50 Uhr ein äußerst schnell fahrender Radler begegnete. 

Um den Fahrradfahrer einzuholen mussten die Beamten ihre Streifenwagen "kurzfristig auf 100 Stundenkilometer beschleunigen", berichtet die Polizei in ihrer Mitteilung. 

Fahrradhelm und Akku-Rucksack

Die Beamten nahmen die Verfolgung des Radfahrers auf, "der mit 40 bis 60 Stundenkilometern hinter einem Pkw fuhr". Am Kreisverkehr Kaiser-Otto-Weg / Herzog-Adolf-Weg hielten ihn die Beamten an. Bei der Kontrolle trug der 45-jährige Mann aus dem Lippetal einen Fahrradhelm und einen Rucksack in dem sich ein Akku befand. 

Von dort führte ein schwarzes Kabel zum Sattel des Fahrrades. Weiterhin waren diverse Kabel am Rahmen, Front und Heckbereich vorhanden. In der Nabe des Hinterrades war ein Elektromotor verbaut. Bei dem Fahrrad handelte es sich um ein mit Elektromotor ergänztes Mountainbike.

Radfahrer will sich nicht äußern

"Zur Höchstgeschwindigkeit und Leistung des Motors wollte sich der 45-Jährige nicht äußern", erklärt die Polizei. 

Für das Rad gab es keine entsprechende Betriebserlaubnis, Versicherung oder Zulassung. Da der dringende Verdacht bestand, dass es sich um ein führerscheinpflichtiges Fahrzeug handelte, wurden entsprechende Anzeigen wegen der Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Straßenverkehrszulassungsordnung gefertigt. 

Welche Fahrzeuge sind nicht führerscheinpflichtig?

Das Rad wurde sichergestellt und wird durch einen Gutachter untersucht. 

Doch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange: Im Gespräch mit dem Radler hatten die Beamten außerdem den Eindruck, dass dieser unter dem Einfluss von illegalen Drogen unterwegs war. Ein Vortest verlief positiv, eine Blutprobe wurde veranlasst. - eB

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