Corona auf der Tagesordnung der nächsten Ratssitzung

Soester Grüne und SPD fordern: Mehr Lüfter und Unterricht auch außerhalb der Schulen

Wenn der neue Rat im Dezember zusammen kommen wird, dann soll er auch über mehr Lüfter und neue Raumkonzepte an Soester Schulen entscheiden.
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Wenn der neue Rat im Dezember zusammen kommen wird, dann soll er auch über mehr Lüfter und neue Raumkonzepte an Soester Schulen entscheiden.

Die Grünen wollen es wissen: Wirksame Lüftungsanlagen für Klassenräume müssen her, und zwar schnell. Und die Stadt als Schulträger muss auch dafür sorgen, dass Unterricht auch außerhalb von Schulen stattfinden kann - ebenfalls zügig. Inhaltlich hat Benno Wollny mit beiden Forderungen, formuliert für die Ratssitzung am 16. Dezember, keine Probleme. Aber der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion kann es sich nicht verkneifen darauf hinzuweisen, dass er an dem Thema schon vor den letzten Kommunalwahlen dran war.

Soest – Tatsächlich sind Überlegungen, wie das Risiko einer Übertragung des Coronvirus in Schulen minimiert werden kann, nicht neu: Technische Anlagen zum Austausch der Raumluft und die Verkleinerung der Lerngruppen sind, nicht nur in der Politik, schon länger in der Diskussion. Auch in Soest. So kritisierten schon vor einigen Wochen die Pflegschafts-Vorsitzenden der Hellwegschule in Ampen im Anzeiger fehlende Konzepte und ebenfalls fehlende Technik.

Weil es für eine nachhaltige Verkleinerung in der Regel an geeigneten Räumen in den Schulen fehlt, bringen die Grünen in ihrem Antrag Alternativen ins Spiel, wo extern unterrichtet werden könnte: Stadthalle oder Bürgerzentrum „Alter Schlachthof“, zum Beispiel, oder das Petrushaus und andere Gemeindehäuser.

Mit dem Einbau „zeitgemäßer Lüftungsanlagen“ hat die Verwaltung keine Probleme. Bereits seit einigen Jahren habe die Stadt entsprechende Investitionen getätigt, erklärte Tobias Trompeter, bei der Stadt federführend für die Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW) zuständig, in einem Schreiben an Wollny Anfang September – und nennt als Beispiele Schulgebäude, Kindertagesstätten und das im Bau befindliche neue Stadtteilhaus im Soester Süden.

Allerdings sei es „nicht realistisch“, so Trompeter, dass diese Anlagen einen 100-prozentigen Schutz vor dem Coronavirus bieten würden. Allenfalls wirkten sie „aerosolreduzierend“.

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