Soester Politiker angetan vom Krähen-Sound an der Ringstraße

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Mit "Musik" geht alles besser -.- womöglich auch beim Umzug der Krähen.

Soest – Die Mitglieder des Umweltausschusses sind angetan vom neuesten Techno-Versuch, die Krähen aus bestimmten Stadtteilen zu verbannen. In den Platanen entlang des Rigas Rings nahe des Einkaufszentrums sind vor ein paar Tagen Lautsprecher gehängt worden, die  Warnlaute abspielen, um die Vögel zu verscheuchen.

Parallel dazu hängen knapp anderthalb Kilometer entfernt in den Wipfeln am Rand des Industriegebiets am Silberg Lautsprecher, die Anlockmelodien verbreiten.

„Gar nicht so doof“, meint Umweltausschuss-Vorsitzender Benno Wollny (SPD). Der Fachmann, der das Projekt betreut und auswertet, habe den Politikern glaubhaft machen können, dass diese Umsiedlung funktionieren könnte. Erste Beobachtungen scheinen das zu bestätigen.

„Allemal besser als der vor Jahren gestartete Versuch“, Nester hoch oben aus den Bäumen im Clarenbach-Park (hinterm Bahnhof) mühsam auszubauen und ein paar hundert Meter entfernt auf den Brachflächen der Bahn am Schwarzen Weg wieder einzubauen, findet der Umweltausschuss. Auch damals wurde in der Hoffnung experimentiert, die Krähen würden das Spiel mitmachen und auf ihre alten Nester fliegen. Der Versuch scheiterte. 

Und er war deutlich teurer dank des holländischen „Experten“, der eigens für diesen Nester-Umzug eingeschaltet wurde und nach Soest kam, erinnert sich Wollny. Genaue Zahlen, was der Versuch heute kostet, hat die Stadt noch nicht vorlegen können. 

Im Prinzip wäre es den Politikern noch lieber gewesen, den neuen Akustik-Versuch in der englischen Siedlung vorzunehmen. „Dort liegt die meiste Krähenkacke.“ Doch in dem Wohnviertel dort habe man keinen nahe gelegenen Alternativ-Standort gefunden, an den die Vögel hätten ausweichen sollen.

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