Soester Pflaster ist und bleibt ein schwieriges Thema

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Ein ewiges Thema, das Soester Pflaster. Viele der Natursteine bröseln und zerbrechen. Vor allem der Winter setzt der indischen Grauwacke auf dem Markt und der Marktstraße mit Nässe und Frost zu.

Soest – Es ist und bleibt ein schwieriges Thema mit dem Soester Pflaster. Viele der Natursteine bröseln und zerbrechen. Vor allem der Winter setzt der indischen Grauwacke auf dem Markt und der Marktstraße mit Nässe und Frost zu.

Die Kommunalen Betriebe (KBS) sind in Sachen Pflaster im Frühjahr gut beschäftigt: Löcher im Pflaster werden mit Bitumen ausgebessert. Das hilft gegen die „Stolpersteine“, sieht aber nicht unbedingt schön aus.

Vor allem der Bereich zwischen der Gremlich-Passage und der Rosenstraße ist für die KBS eine Problemzone. Hier rollen jeden Tag zahlreiche schwere Busse über die gepflasterte Straße. Das Pflaster ist für solch eine Belastung nicht ausgelegt. „Fährt ein Bus am Tag, macht das gar nichts, zehn sind schon bedenklich und 100 Busse sind schlichtweg zu viel“, sagt Dirk Mackenroth, Abteilungsleiter Straßen, Gewässer, Grün bei der KBS. Auf der Marktstraße repariere die KBS „alle paar Wochen“, weil die tonnenschweren Busse über das Naturstein-Pflaster rollen. Das Problem seien auch die vermörtelten Fugen, die stark unter dem Busverkehr leiden. Jetzt sei man in Gesprächen mit den Förderbehörden, wie etwa der Bezirksregierung, ob es zukünftig weiter Sinn macht, in diesem Bereich der Innenstadt an einer Pflasterung komplett mit Naturstein festzuhalten.

Inzwischen eine „gewisse Offenheit“

„Da gibt es inzwischen eine gewisse Offenheit. Auch im Denkmalbereich setzt ein Umdenken ein“, sagt Mackenroth. Es gebe schöne und praktische Alternativen. Denkbar wäre zum Beispiel, die Busspur in Asphalt oder Beton zu gestalten, rundherum wieder zu Naturpflaster zu greifen. „Mit Asphalt und Beton kann man heutzutage tolle Dinge machen, farblich und mit Musterungen“, sagt Mackenroth. Fest steht, dass sich am Material und der Gestaltung der Marktstraße mit ihrem Busverkehr auf lange Sicht was ändern müsse.

Weiterhin komplett mit Naturstein zu pflastern nennt Mackenroth „eine Sackgasse“. Die Stadt habe bei den zuständigen Behörden einen Vorstoß gemacht und man sei auf gutem Weg.  

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