Weiteres Bauprojekt

Im Soester Norden soll neues Wohngebiet entstehen

+
Noch mehr Gras als bisher schon soll möglichst nicht mehr über die Pläne für ein großes neues Wohngebiet zwischen Bergenring und Teinenkamp im Soester Norden wachsen. Der Stadtentwicklungsausschuss wird das Thema am 11. Februar diskutieren.

Soest -  Auch ein Luxusproblem ist ein Problem: Während andere Kommunen mit Wohnungsleerstand kämpfen, übersteigt die Nachfrage nach Häusern und Wohnungen in Soest bei weitem das Angebot. Relativ kurzfristig könnte ein neues Baugebiet zumindest für Linderung sorgen, das in der ersten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses diskutiert werden soll.

Die findet am 11. Februar um 17 Uhr im Rathaus II statt. Neben anderen Tagesordnungspunkten werden sich die Ausschussmitglieder auch mit der öffentlichen Auslegung der Pläne für ein Baugebiet „Über dem Teinenbach“ befassen, das im Soester Norden zwischen Bergenring und Teinenkamp entstehen soll.

Ganz neu sind diese Pläne nicht, sie waren aber in der Vergangenheit angesichts der Entwicklungen großer Flächen für Wohnbebauung am Ardey zurückgestellt worden. Jetzt aber hat das Projekt neue Dringlichkeit bekommen, da es kaum noch Reserven im Stadtgebiet gibt und laut Verwaltung ein jährlicher Bedarf an rund 100 neuen Wohneinheiten besteht. „Mit der vorliegenden Planung kann derzeit im Innenbereich das größtmögliche Wohnflächenpotenzial, das kurzfristig zur Verfügung steht, entwickelt werden“, begründet die Verwaltung jetzt in der Ausschussvorlage die „Rückbesinnung“ auf die Pläne für den „Teinenbach“.

Die derzeitige Brachfläche erstreckt sich auf insgesamt rund 4,3 Hektar nördlich entlang des Bergenrings und grenzt südlich unter anderem an den dortigen Kindergarten.

Westlich grenzt das Wohngebiet „Auf der Weide“ an das geplante neue Baugebiet, östlich an zwei Förderschulen. Eine gewerbliche Nutzung der Brachfläche sei „städtebaulich nicht gewünscht“, heißt es in der Vorlage für den Ausschuss, vielmehr solle der „zukünftige Schwerpunkt für gewerbliche Entwicklungen auf den Soester Osten gelenkt werden“.

Außerdem kollidiere ein Gewerbegebiet an dieser Stelle mit den angrenzenden „Wohnnutzungen, insbesondere hinsichtlich der südlich gelegenen ökologisch ausgerichteten Siedlungen“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare