Friedhofs-Trend: Soester bevorzugen Urnen-Bestattungen

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Nur noch rund ein Drittel der Bestattungen finden in klassischen Särgen mit zugehöriger Grabstelle statt. Der Trend geht hin zu kleineren und damit auch kostengünstigeren Varianten.

Soest – Immer weniger Erdbestattungen, dafür immer mehr Grablegungen in der Urne: Der allgemeine Trend bei den Beerdigungen macht auch vor Soest nicht halt.

Lagen die beiden Bestattungs-Möglichkeiten im Jahr 2010 noch fast gleichauf, kletterte der Anteil der Urnen inzwischen auf rund 70 Prozent. Das hat unterschiedliche Folgen: Zum einen wird auf den Friedhöfen immer weniger Platz benötigt – und zum anderen brechen den Kommunalen Betrieben Soest (KBS) durch den Trend hin zu günstigeren Formen Einnahmen weg.

Gleichwohl bleiben die Gebühren für die Bestattungen in Soest und den Ortsteilen im kommenden Jahr fast konstant. Das geht aus Zahlen hervor, die die KBS während der jüngsten Sitzung des Verwaltungsrates bekannt gab. So steigt die Nutzungsgebühr für ein Erwachsenen-Reihengrab leicht von 1714 auf 1726 Euro. das Urnen-Reihengrab wird mit 1202 (bisher 1187) Euro berechnet. Auch bei den Wahlgräbern sind die Gebühren für die Nutzung so gut wie konstant: Erwachsene werden mit 2112 Euro, Urnen mit 1971 Euro berechnet.

Ähnlich sieht es bei den Bestattungsgebühren aus: 552 wird die Bestattung eines Erwachsenen im Jahr 2020 im Reihengrab kosten (2019: 543 Euro), die Urnenbestattung im Reihengrab schlägt mit 243 Euro (2019: 246 Euro) zu Buche. Etwas teurer sind die Gebühren bei den Wahlgräbern: Erwachsene liegen 2020 bei 608, Urnen bei 243 Euro.

Neben diesen beiden Formen gibt es weitere Möglichkeiten wie das Kolumbarium, die Partnerschaftliche Urnengemeinschaftsanlage oder die Partnerschaftliche Baumbestattungsanlage. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wird es im kommenden Jahr erstmals auch in Ampen die Möglichkeit geben, eine Urnenbestattung durchführen zu lassen. Matthias Abel von der Stadtverwaltung stellte bei den Besttattungen zwei Trends fest: Zum einen sei die Steigerung bei den Urnenbestattungen ungebremst, zum anderen werden tendenziell die Kosten für Urnengräber sinken, für Erdbestattungen steigen.

Insgesamt sind die Bestattungszahlen auf den Soester Friedhöfen wegen der alternativen Formen wie etwa den Friedwäldern rückläufig. Die KBS rechnen für 2020 mit rund 1,34 Millionen Euro Einnahmen aus dem Friedhofswesen, darin enthalten ist unter anderen ein Zuschuss von rund 260000 Euro von der Stadt. Dem stehen Ausgaben in gleicher Höhe entgegen.

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