Im Treffpunkt Süd wird gechillt und gespielt

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Im Toberaum des Treffpunkts Süd (von links): Brigitte Mehrfert (frühere Leiterin, heute Arbeitsgruppenleiterin Jugendarbeit im Rathaus) mit den hauptamtlichen Mitarbeitern Christian Flessner, David Röhrig und Sophie Poller

Soest. Der Treffpunkt Süd ist ein Haus der offenen Tür – so war es vor 45 Jahren, und so ist es bis jetzt geblieben. Das sagen Leiter David Röhrig und Brigitte Mehrfert, die dort früher tätig war und dann ins Rathaus wechselte. Die großen Themen, die die Teenies beschäftigen, seien immer noch dieselben: Schule, Selbstfindung, Familie, Freundschaft. Heute jedoch kommunizierten sie als Teil der Online-Community auf ihren Social-Media-Kanälen. Sie chatten, liken, sharen und posten. 

Ins Haus am Hiddingser Weg (in Nachbarschaft der Johannesschule) kommen sie unter anderem, um Spaß zu haben und zu spielen, und zwar analog mit Brett und Würfel sowie digital per Computer und Konsole. 

Nach wie vor lautet die Einladung: „Wir sind für euch da.“ Spaß haben, gemeinsam etwas unternehmen, quatschen, chillen, im Toberaum herumtollen – all das sei angesagt, berichten David Röhrig und Brigitte Mehrfert. Besonders beliebt im Programm seien auch in der grenzenlosen virtuellen Welt das „Kochen und Backen und alles, was mit Kreativität zu tun hat“ – die Klassiker von Beginn an. Doch biete das Haus auch den Raum, einfach mal nichts zu tun. Nach wie vor sei dieses älteste städtische Kinder- und Jugendzentrum eine zentrale Anlaufstelle mit Ansprechpartnern, die für die jungen Gäste da sind, „wenn es ihnen gut und nicht so gut geht“. 

Neu im Geburtstagsjahr: Mit dem geplanten Stadtteilhaus am Britischen Weg richtet sich der Fokus nun stärker auf Kinder und Teens zwischen 6 und 13 Jahren, für die Älteren steht das Awo-Bewohnerzentrum – derzeit für eine Übergangszeit in der Astrid-Lindgren-Schule untergebracht – zur Verfügung. Der Bau des Zentrums im Soester Süden seinerzeit gehe auf die Initiative von Jugendlichen zurück, schildert Brigitte Mehrfert. 

Im Stadtteil wohnten viele kinderreiche Familien. Jugendliche äußerten den Wunsch nach einem Ort, ihre Freizeit zu verbringen. Im Spätherbst 1974 zogen sie in den Neubau mit einer Fläche von 200 Quadratmetern ein. Schon sieben Jahre später folgte die Grundsteinlegung für eine Erweiterung auf mehr als 700 Quadratmeter. Schon zum Start gehörten Ferienaktionen zum Angebot, legendär sind die Projektwochen, die immer unter einem anderen Motto standen: Expedition in den Dschungel, Reise um die Welt, Mittelalter, den Indianern auf der Spur, Außerirdische, Piraten. Der Treffpunkt Süd leistete Pionierarbeit: Dort entstand schon vor 25 Jahre eine Pappstadt für Kinder, die dort spielerisch das wirkliche Leben nachbildeten. 

Heute gehört diese Stadt aus Kartons, die auf keiner Landkarte zu finden ist und trotzdem einen wahren Besucheransturm auslöst, in einer späteren Neuauflage zu den gefragten Zielen des Soester Nachwuchses im Sommer. Die Plätze sind ruck, zuck vergeben. 

Das Programm

Die Geburtstagsfeier im Treffpunkt Süd beginnt am Samstag, 30. November,  um 14 Uhr. Das Programm umfasst eine Rallye, bei der Klein gegen Groß spielt. Neben einer Fotoausstellung mit Bildern aus 45 Jahren gibt es ein Bewegungsangebot sowie eine Kinderschmink-Ecke. Außerdem wird ein Kicker-Turnier veranstaltet, dort können die Teilnehmer ebenso wie am Glücksrad etwas gewinnen. Außerdem stehen Kaffee, kalte Getränke und Kuchen bereit.

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