Kunden stehen bei Kaufland vor geschlossenen Türen

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Aus dem Einkauf wurde nichts, verwundert lasen die Kunden das Schild und erfuhren von der dreitägigen Schließung des Ladens.  

Soest - Reger Publikumsverkehr herrschte bei Kaufland im Soester Westen. Doch wer nach dem Wochenende seinen Kühlschrank auffüllen wollte, stand vor verschlossenen Pforten. Verwundert lasen die Kunden das Schild: „Wir werden für Sie modernisieren. Aus diesem Grunde schließen wir diese Filiale nächste Woche Montag bis Mittwoch.“ 

Die Zeitangabe irritierte sie, weil zunächst für sie nicht erkennbar war, dass es sich um einen Hinweis aus den vergangenen Tagen handelte. Deshalb liefen sie von einem Eingang zum anderen, trafen aber lediglich die Handwerker an. 

Wer im Kaufhaus im Soester Westen sowie in den meisten Geschäften der Mall seine Besorgungen  machen  wollte, musste umdisponieren. Wer bei den Angeboten zugreifen wollte, musste bis Werl fahren.

Den ganzen Tag über steuerten die Leute wie gewohnt den Parkplatz des großen Soester Nahversorgers an, gingen dann zur Station mit den Einkaufswagen und weiter zur Tür. „Ich habe es eilig und wollte hier heute noch schnell einige Einkäufe  für meine Geburtstagsfeier erledigen“, schilderte eine Soesterin. Sie musste unverrichteter Dinge von dannen ziehen. Leer ging auch aus, wer sich in der Mittagspause bei Bäcker oder Metzger einen Imbiss holen wollte. Der Getränkemarkt blieb ebenfalls dicht. Ein Mann ärgerte sich: Er habe mehrere Kisten Leergut loswerden wollen, die er nun wieder einladen musste, berichtete er unserer Zeitung. Die Apotheke indes versah ihren Dienst.

Andrea Kübler, die für die Unternehmenskommunikation zuständig ist und in Neckarsulm sitzt, teilte  auf Anfrage mit, die Kunden seien rechtzeitig informiert worden, etwa durch die Aushänge. Die dreitägige Schließung sei erforderlich, um den Kundenbedürfnissen passgenau zu entsprechen und einen „frischen, optisch ansprechenden Filialauftritt“ zu bieten.

Das Unternehmen reagiere mit einem neu entwickelten Ladenkonzept auf die veränderten Anforderungen. Dazu gehörten etwa breitere Gänge, niedrige Regale mit 1,80 Meter Höhe und ein freier Blick über die Verkaufsfläche und das Sortiment. Ein Leitsystem mit klaren Piktogrammen trage zur besseren Orientierung bei und helfe beim schnelleren Auffinden der Produkte, nannte sie ein weiteres Element der Umgestaltung.

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