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Der Soester Heimatpreis 2021 geht nach Meiningsen

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Von: Achim Kienbaum

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Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer überreicht den Heimatpreis 2021 an Meiningsen
Überreicht wurde die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung am Dienstagabend im festlichen Rahmen des Rittersaals im Burghofmuseum – in Anwesenheit der Vorsitzenden der Ratsfraktionen und von Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer. © Peter Dahm

Es muss nicht zwingend erfolgversprechend sein, die eigene Bewerbung für einen Preis unter das Motto zu stellen, die Kirche doch bitte im Dorf zu lassen. Es sei denn, das ist ganz und gar wörtlich gemeint – wie vom Förderverein der evangelischen Kirchengemeinde Meiningsen. Dann kann das sogar ein ziemlich wichtiges Argument dafür sein, den Heimatpreis der Stadt Soest 2021 zu bekommen.

Soest - Ehre, wem Ehre gebührt: Überreicht wurde die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung am Dienstagabend im festlichen Rahmen des Rittersaals im Burghofmuseum – in Anwesenheit der Vorsitzenden der Ratsfraktionen und von Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer. Womit auch die Hauptverantwortlichen für die Auswahl des Preisträgers genannt wären. Wegen Corona hatte die eigentlich für den Neujahrsempfang geplante Verleihung verschoben werden müssen.

Die Arbeit des Meiningser Vereins geht nach den Anfängen in den 90er Jahren, als es vor allem darum ging, aus dem alten Schulgebäude ein Gemeindehaus zu machen, inzwischen über die klassischen Aufgaben eines Fördervereins weit hinaus – kein Wunder, geht es doch aus Sicht der Mitglieder ums Eingemachte. Mit der vom Evangelischen Kirchenkreis forcierten Neustrukturierung der Gemeinden, im Fall von Meiningsen ein Zusammengehen mit Ost-önnen, fürchtet der Förderverein nämlich nicht nur eine spürbare Verarmung des dörflichen Lebens, sondern auch den Verlust von Kirche und Gemeindehaus.

Heimatpreis geht nach Meiningsen: Unterstützung von vielen Partnern

Für deren Erhalt, so hatte der Förderverein in seiner Bewerbung für den Heimatpreis betont, setzten sich die Mitglieder mit großem persönlichen Engagement und der tatkräftigen Unterstützung von Partnern im Dorf ein. Für diese Partner stellvertretend lobte Ortsvorsteherin Anja Heymann den Preisträger: „Von so einem Verein kann jedes Dorf nur träumen“, freute sie sich im Namen aller Meiningser mit über die Auszeichnung – und war sich sicher, dass das damit verbundene Geld gut angelegt werden würde.

Wie? Da hatte die Fördervereinsvorsitzende Heide Mertens schon eine Idee: „Wir wollen einige Veränderungen in der Kirche vornehmen, um sie möglichst vielfältig nutzen zu können.“

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