Weniger Kunden wegen Corona

Soester haben nun doppelt so viel Platz im Supermarkt 

Ampel im Supermarkt Rewe Soest
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Wie auch sonst im Leben: Bei Rot musst Du stehen, bei Grün darfst Du gehen! Ampel in Soester Rewe-Markt.

Wer Lebensmittel einkaufen geht, sieht ab sofort öfters Rot. Oder findet so schnell keinen freien Einkaufswagen. Denn seit dieser Woche dürfen die Märkte, Bäckereien und Spezialitäten-Läden nur noch halb so viele Kunden reinlassen.

Soest – In der neuen bundesweit geltenden Verordnung sind die Schrauben für die Kundenzahlen kräftig angezogen worden. Bislang durfte in Märkten bis 800 Quadratmeter jeweils ein Kunde pro 10 Quadratmeter Ladenfläche einkaufen; seit Montag hat der Kunde nun 20 Quadratmeter für sich. Und auch bei den größeren Supermärkten und Discounter wurden die Abstände vergrößert: Für die zusätzlichen Flächen über 800 Quadratmeter müssen für jeden Kunden 40 Quadratmeter bereit stehen, auch hier eine Verdopplung des bisherigen Werts.

Ampel regelt Zutritt

Die meisten Märkte regeln die Limitierung über die Zahl der Einkaufswagen. Wer keinen rollbaren Korb mehr bekommt, muss eben warten, bis ein Kunde mit seinem Einkauf fertig ist und seinen Wagen wieder abstellt. In den Rewe-Märkten an der Clevischen Straße, am Isenacker und in Sassendorf hängen Ampeln an den Eingängen. Und dort leuchten nun eben die roten Lampen, die über Infrarot-Sensoren die ein und ausgehenden Kunden zählen, häufiger als in der Vergangenheit.

„Wir haben das am Samstag schon getestet“, berichtet Torsten Schäfers, der stellvertretende Marktleiter. „Da stand die Ampel schon desöfteren auf Rot.“ Das änderte sich schlagartig am Nachmittag gegen Drei. Denn um 15.30 Uhr wurden so spannende Bundesliga-Partien wie Dortmund gegen Wolfsburg angepfiffen; der Supermarkt leerte sich schlagartig.

Nicht jeder wartet bei Rot

„Der Großteil der Kunden reagiert verständnisvoll“, berichtet Schäfers über die Wartezeit vor der Supermarkt-Ampel. Schließlich bewahre sie ja jeden Einzelnen vor Geknubbel und somit etwaiger Infektion. Doch vereinzelt werde schon mal gemault oder „gehuscht“. Ähnlich wie im Straßenverkehr auch, wo Einzelne ebenfalls eine rote Ampel eine rote Ampel sein lassen und sich nicht darum scheren.

Bei den kleineren Läden gelten die neuen Corona-Regeln ebenfalls, doch dort sie haben praktisch kaum Auswirkungen. Michael Scholz vom Feinkostgeschäft am Potsdamer Platz lässt von Beginn der Pandemie an sowieso immer nur zwei Kunden in seinen Laden. „Weniger geht kaum“, sagt er. Platz genug sei da – auch jetzt noch bei den geänderten Quadratmeter-Zahlen.

Und in der Pralinothek am Immermannwall, wo sich bis zu fünf Kunden aufhalten dürfen, herrsche i diesen Wochen ohnehin kein Andrang, schildert Heike Gerndorf. Das Geschäft brumme hauptsächlich zu Ostern und zu Weihnachten; doch davon sei man weit entfernt. Pralinenverkauf sei nun mal „ein Saisongeschäft“.

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