Soester Fehde: Teilnehmer bauen Zeltlager auf

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Jarmila Wrestova und Martin Lukes aus Tschechien sind gerne bei der Soester Fehde wieder mit dabei.

Soest - Es qualmt und dampft in den Gräften und im Theodor-Heuss-Park. Es wird viel gehämmert: Hunderte von Zelten werden für etwa 600 Mittelalterfreunde errichtet, die aus dem In- und Ausland an der Soester Fehde teilnehmen und drei Tage lang in den Gräften lagern. Bis in drn späten Abend reisten zahlreiche Gruppen an.

Für Freunde des Mittelalters aus zahlreichen Ländern ist die Soester Fehde ein Höhepunkt der Jahres, auf den sich viele Gruppen schon lange freuen.

So geht es auch André Klink und seinen 15 Freunden der „3. Kompanie“ aus den Niederlanden. „Wir waren schon zweimal mit dabei und es hat uns sehr gefallen“, erzählt André Klink, der gestern Mittag dabei war, seine Zelte in den Gräften aufzuschlagen. „Die Fehde ist für uns einer der wichtigsten Termine im Jahr. Dieses Festival hier in Soest ist super organisiert“, schickt er ein Lob an die Organisatoren.

Die Mittelalterfreunde, die aus verschiedenen Orten der Niederlande stammen, treffen sich in Soest auch mit alten Freunden, die auch Fans des Mittelalters sind. André Klink „Ich habe einen Freund aus England eingeladen und ihm erzählt, wie toll es hier in Soest ist. Mal schauen, ob er kommt.“

Für die gute Organisation zeichnen neben Michael Schiewe von Soest Marketing in erster Linie die ehrenamtlichen Helfer vom Internationalen Garnisonsclub Soest (IGCS) verantwortlich. Die Männer des IGCS haben in den Gräften am Thomätor ihren „Meldekopf“ errichtet. Hier melden sich alle anreisenden Gruppen und erhalten von den Helfern Auskunft, wo sie ihre Zelte aufschlagen sollen. Hier ist auch die zentrale Stelle, wo die Söldner und Marktfrauen ihre Lebenmittel erhalten, die sie dann in großen Töpfen über dem Feuer schmoren. „Die Organisation ist hauptsächlich eine gedankliche Vorarbeit“, sagt Bruno Koblitz vom IGCS. Im Vorfeld teilen die Gruppen mit, mit wievielen Mitstreitern sie anreisen und wieviele Zelte sie mitbringen.

Dennoch: Über 600 Menschen unterzubringen, mit Wasser zum Duschen und Kochen zu versorgen, ist schon eine logistische Großtat – ehemalige Angehörige des Militärs haben jedoch genug Erfahrung in dieser Hinsicht gesammelt. „Wir haben aus den Erfahrungen der vergangenen Fehde-Feiern gelernt“, sagt Bruno Koblitz. Ausgestattet sind die „Wallmeister“ allerdings ganz modern: Über Funkgeräte verständigen sie sich und können bei kleinen und großen Problemen schnell helfen.

Soester Fehde:  Die Teilnehmer reisen an

„Zum IGCS gehören auch viele aus den früheren Garnisonen, die in Soest stationiert waren. In unseren Reihen sind Belgier, Briten, Tschechen und sogar ein echter Schotte“, so Koblitz. Das sei praktisch, weil sie mit vielen der internationalen Fehde-Teilnehmer sprechen können.

Die Soester Mittelalterfreunde haben im Heuss-Park ihre 27 Zelte aufgeschlagen. Kampieren werden hier an den drei Fehde-Tagen rund 60 Männer und Frauen. Mitglieder der Soester Mittelalterfreunde marschieren beim Umzug mit, sie kämpfen beim Sturm auf die Stadt mit und nehmen an der Seeschlacht teil. „Wir haben uns schon seit Wochen auf die Fehde gefreut, schade, dass sie nach drei Tagen schon wieder vorbei ist“, bedauert Markus Dolch, Vorsitzender der Mittelalterfreunde.

Ingrid und Wolfgang Ehlers leiten das Küchenteam. „Am Samstagabend empfangen wir Besuch aus den Partnerstädten Herzberg und Strzelce Opolskie und werden insgesamt 120 Leute bekochen“, schmunzelt Ehlers. Auf dem „mittelalterlichen“ Speiseplan stehen dann Schweine–nackenbraten mit Apfelsauerkraut und Spätzle. Am Sonntag stehen halbe Hähnchen mit Reis und Gemüse auf dem Speiseplan.

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