Spektakel

Wie die Stadt Soest ihre Freiheit verteidigt

+
Kanonen donnern und verbreiten Rauch

So viele Teilnehmer wie nie zuvor zählten die Veranstalter beim Mittelalterfest: Mehr als 900 lagerten im Heer- und Söldnerlager, gut 1000 waren bei der Huldigung am Samstagmittag auf dem Markt dabei.

Alle zwei Jahre erinnert das Mittelalter-Spektakel in den Gräften an die Fehde von 1444: Dem Landesherrn eine Abfuhr erteilen und einen anderen Fürsten als Beschützer gewinnen – ganz so einfach, wie es sich die Soester damals dachten, ging es nicht. Die Inszenierung „Der Große Sturm auf die Stadt Soest“, die dreimal gezeigt wurde, war diesmal  beinahe ausverkauft. Gegen den Kanonendonner, der den Besuchern durch Mark und Bein drang, wurden Ohrstöpsel verteilt.

Schauspieler steigern sich

Tatsächlich haben sich die Schauspieler und mit ihnen die Inszenierungen gesteigert. „Am Freitag mussten wir noch viel improvisieren“, gibt Cara Firmenich zu. Sie war Hauptmann der Bogenschützen, und befand: „Samstag lief es schon viel besser!“ 

Regisseur Kai Schubert sah es ähnlich, war letztlich mit der Inszenierung am Sonntagnachmittag „sehr zufrieden“. Ein Schaubild folgte dem nächsten, es gab keine Hängepartien mehr, jeder wusste, wo er wann aufzutauchen hatte. 

Die Heere treffen aufeinander

Vor der Arbeit, so viele Darsteller samt Pferden unter den sprichwörtlichen Hut zu bekommen, muss man den nämlichen ziehen.

Wenn man sich als Zuschauer etwas wünschen dürfte für das nächste Aufeinandertreffen der Kölner auf die Soester, so ist das durchgehend mehr Trubel. Bei der versuchten Stürmung der Mauer fehlte etwa das obligatorische Kriegsgeschrei. Auch das (weibliche wie männliche) Fußvolk war vor vielen hundert Jahren womöglich lärmender als die Darsteller es waren, die sich konzentrierten, aber auch sehr zurückhielten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare