Soester Betrüger soll fast drei Jahre ins Gefängnis

Soest - Leicht gemacht hat es sich die Große Strafkammer des Arnsberger Landgerichtes sicher nicht mit einem 44-jährigen Soester und einem 46-jährigen Mülheimer, denen gemeinschaftlicher Betrug in 21 Fällen vorgeworfen wurde.

Nachdem das Verfahren im Mai begonnen hatte, dann unterbrochen und neu aufgerollt worden war, wurde jetzt das Urteil gesprochen: Der Soester erhielt eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten.

Für den Mülheimer kommt es sogar noch schlimmer: Er soll für dreieinhalb Jahre hinter Gitter – bei ihm wurde eine Verurteilung in einem anderen Verfahren in die Gesamtstrafe mit einbezogen.

Die Anklage hatte den beiden Männern vorgeworfen, in der Zeit zwischen März 2011 und Februar 2013 im Internet Neuwagen als Reimporte zu attraktiven Preisen angeboten und verkauft zu haben, ohne die Fahrzeuge dann auch tatsächlich geliefert zu haben. In dem Zusammenhang sollten beide auch die Umsatzsteuer hinterzogen haben.

In ihrem Urteil berücksichtigte die Kammer im Falle des Soester schließlich dessen Geständnis und sprach ihn in insgesamt acht Fällen schuldig. Bei der Strafzumessung, so ein Sprecher des Gerichts, sei auch die Tatsache ins Gewicht gefallen, dass der Angeklagte als verantwortlicher Geschäftsführer ein entsprechendes Gewicht bei der Ausführung der kriminellen Handlungen gehabt habe.

Allerdings sei nicht in allen angeklagten Fällen die konkrete Tatbeteiligung des Soesters klar geworden, weshalb der Mann nur für die besagten acht Anklagepunkte und für keinen darüber hinaus verurteilt wurde.

Auch der mitangeklagte Mülheimer hatte im Laufe des Verfahrens eine grundsätzliche Beteiligung an den ihm vorgeworfenen Delikten eingeräumt, einen Tatvorsatz hatte der Mann allerdings bestritten.

Ob die beiden Männer ihre Haftstrafen tatsächlich antreten werden müssen, ist noch nicht sicher: Sie haben fristgemäß Revision gegen ihre Urteile eingelegt

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