Hartmut Lux stellt das Buch vom Ende der Einsamkeit vor

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Hartmut Lux stellt jetzt sein Buch „Die Parzival-Frage in der Begegnung mit der Natur“ vor.

Soest - Der Soester Autor und Künstler Hartmut Lux legt mit seinem Buch  „Die Parzival-Frage in der Begegnung mit der Natur“ ein Werk vor, das aus der Einsamkeit helfen will.

Ein "Tsunami an Bildern“ überflute den Menschen heute, sagt Lux. In sozialen Netzwerken habe er unendliche Möglichkeiten des Austauschs. Doch sei der moderne Mensch konfrontiert mit einer nie dagewesenen Einsamkeit. In seinem neuen Buch will Lux einen Weg aus dieser Einsamkeit weisen: Er sucht die Stille – und überwindet in einer Begegnung voller Hingabe und Liebe die Grenzen des eigenen „Ich“. Das Resultat? Das Ende der Einsamkeit.

„Eine echte Begegnung fängt da an, wo Google zu Ende ist“, sagt der Soester Künstler und Autor. Heutzutage könne ein Einzelner die auf ihn hereinbrechende Bilderflut nicht mehr bewältigen. Deshalb beließen es viele dabei, Dingen einen Namen zu geben. „Interessant aber wird es doch erst, wenn ich zum Beispiel der Sonnenblume tatsächlich begegne.“ Das neue Buch  tut genau das: Es stellt Pflanzen wie die Sonnenblume ins Zentrum der Aufmerksamkeit. 

„Die genaue Beobachtung, das hingebungsvolle Befragen dieser Blume führt zum Gespräch“, beschreibt Hartmut Lux einen Weg zur Begegnung, die „jenseits der Stille“ stattfinde. „Die Schönheit der Sonnenblume verbindet mich mit ihr. Wenn ich ihre gegenläufigen Spiralen betrachte oder den Fünfstern in ihren Blüten, komme ich in ein Erleben.“ 

Zwar gebe es für dieses Erleben anfangs oft keine Worte, doch führe die Frage-Haltung hin zum Geheimnis der Sonnenblume. „Ich erkenne: Die Blume sagt mir etwas“, so Lux. Dieses „Etwas“ gehe im Gespräch hin und her, sodass es die Blume wie den Betrachter verändere und bereichere. 

Auf 172 Seiten blickt Hartmut Lux mit vielen Details zurück auf Bekanntes, in seinen bisherigen Büchern schon Beschriebenes: Schneekristalle, Schmetterlinge, Blütenformen und Lemniskaten. 

Gleichzeitig gelingt ihm ein Quantensprung: Aus der Frage nach der Begegnung mit der Natur entspringt die Frage nach der Begegnung mit dem eigenen Denken. Einen „Einfall“ haben; etwas „leuchtet ein“; etwas wird „klar“; die Sprache gebe Hinweise auf etwas Äußeres, Höheres. 

Weil dieses Höhere, Spirituelle, Göttliche zunächst wie im Nebel erscheint, lässt Lux Persönlichkeiten wie Goethe, Rudolf Steiner oder Robert Walser zu Wort kommen. Letzterer spricht von seinen Begegnungen so: „Was ich liebend anschaute, das schaute mich wieder liebevoll an, und was ich zu wissen begehrte, wollte auch von mir gern etwas wissen.“ 

Es ist, als habe Walser Lux in die Feder diktiert, wenn er sagt: „Ich kam mir überhaupt, je mehr ich vordrang mit Schreiben, wie behütet und wie beschützt vor von einem gütigen Wesen vor.“ Aus dem Blick auf das eigene Denken entwickelt das Buch Verbindungen zum Höheren. 

Es ist die Frage, die  Lux ins Zentrum rückt. Im Nachwort schreibt er: „Die Fragehaltung erlöst den Menschen aus der Vereinzelung und Vereinsamung.“ Über den Titel „Die Parzival-Frage in der Begegnung mit der Natur“ sagt Lux: „Die Parzival-Frage führt uns zunächst zum wirklichen Interesse an der Welt und zur Anteilnahme am Anderen; dieser Weg kann zum Gespräch mit dem Göttlichen werden.

Antworten auf Parzival-Frage im Buchhandel

„Die Parzival-Frage in der Begegnung mit der Natur“ ist ab sofort zu haben in der Ritterschen Buchhandlung, in der Büchstube Ellinghaus, bei Hartmut Lux, Tel. 02921/4407, sowie im Buchhandel unter der ISBN 978-3-945205-10-5. Das Hardcover mit 172 Seiten kostet 25 Euro, ist durchgehend farbig und enthält zahlreiche Fotografien.

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