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Nach Treffen von Gastronomie und Stadt: Altstadt-Restaurants öffnen mit Verzögerung

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Von: Achim Kienbaum

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So wie das "Fachwerk" am Vreithof sind zahlreiche Restaurants in der Altstadt noch geschlossen. Das soll sich am Donnerstag aber ändern.
So wie das "Fachwerk" am Vreithof sind zahlreiche Restaurants in der Altstadt noch geschlossen. Das soll sich am Donnerstag aber ändern. © Peter Dahm

Soest – Donnerstag statt Montag, das ist das Ergebnis von Gesprächen zwischen Vertretern der Stadt und einer Gruppe von Gastronomen am Montagabend. Statt nach der Corona-Pause, wie eigentlich möglich, sofort zu öffnen, nehmen sich die Betriebe ein bisschen mehr Zeit, um die zahlreichen Hygienevorgaben auch wirklich umsetzen zu können.

Dampf auf dem Kessel zu haben ist für Gastronomen normal, aber das ging vielen Restaurantbetreibern von Lokalen in der Altstadt dann doch ein bisschen zu schnell: 

Erst am späten Samstagvormittag hatte das Land Ausführungsbestimmungen für die Wiedereröffnung von Restaurants an die Kommunen geschickt, die hatten sie dann umgehend an die Betriebe weitergeleitet. Und die mussten erst mal tief Luft holen, als sie den kleinen Wälzer komplett gelesen hatten. 

Satte 17 Punkte waren da im Detail aufgelistet, wie der Neustart auszusehen hat. 

Thorsten Pälmer vom Hotel „Im Wilden Mann“ ging es so wie seinen Kollegen: „Mir war schnell klar, dass das in der Kürze der Zeit nicht zu machen sein wird“. Zu viele offene Fragen, zu wenige Antworten. Deshalb ließ er sein Haus erst einmal geschlossen. „Obwohl wir natürlich wie alle anderen auch richtig Bock darauf haben, endlich wieder los zu legen“, versichert er. 

Mit einigen Kollegen aus der Branche bat er um ein Gespräch mit dem Bürgermeister und zuständigen Mitarbeitern der Verwaltung – und bekam schnell einen Termin.

„Ich muss sagen, da war bei der Verwaltung wirklich eine große Bereitschaft zu spüren, unsere Sorgen nach dieser längeren Zeit der Schließung ernst zu nehmen“, freute sich Pälmer anschließend. Alle Probleme seien angesprochen und offene Fragen geklärt worden. Das sei genau der Ton und der Inhalt gewesen, der in dieser schwierigen Situation gebraucht werde, lobt Pälmer. 

Das Lob gibt Detlef Märte, in der Stadtverwaltung zuständiger Abteilungsleiter für das Thema Ordnung, zurück. „Es muss zwar Gästen und Gastronomen klar sein, dass ein Restaurantbesuch in diesen Zeiten nicht so aussehen kann wie vor der Pandemie“, erklärt er. „Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam einen Weg gefunden haben, mit dem alle gut leben können“. 

Zu den Details, die beachtet werden müssen, verweist er auf die Website der Stadt (www.soest.de). Wichtig sei, im Restaurant der Wahl möglichst einen Tisch zu reservieren, bevor man sich auf den Weg macht. Dort angekommen, wird man, wie zum Beispiel in Amerika ohnehin üblich, zu einem nummerierten Tisch geführt – nachdem alle Gäste sich mit Namen und Adresse in eine Liste eingetragen haben. Die wird nach einigen Wochen vernichtet.

Zu den genaueren Regeln vor Ort gibt es in jedem Lokal Hinweise von Mitarbeitern, die werden bis Donnerstag entsprechend geschult.

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