Dr. Wilfried Jacobi führt die AfD im Kreis Soest

KREIS SOEST - Die erst vor wenigen Monaten gegründete neue Partei Alternative für Deutschland (AfD) hat jetzt auch in Soest Fuß gefasst und einen Kreisverband gewählt – Voraussetzung, um mit einem Direktkandidaten bei den Bundestagswahlen im September an den Start zu gehen.

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Als Sprecher haben die 15 Alternativen Dr. Wilfried Jacobi aus Bad Sassendorf gewählt. Der 70-jährige Kreisverbandschef dürfte vielen Menschen im Kurort ein Begriff sein, da er seit 2005 im Gemeinderat der Bonifatius-Gemeinde mitwirkt. Beruflich war Jacobi, ein promovierter Chemiker, beim früheren Soester Batteriehersteller Akku Hagen und dessen Nachfolgefirmen beschäftigt.

Zu seinen Stellvertretern wählte der neue Kreisverband Dr. Rolf Katterfeldt (Erwitte), Tanja Krienen (Soest) und John-Lukas Langkamp (Soest). Schatzmeister ist Christoph Kies (Soest), als Beisitzer gehören Hans-Jürgen Bergelt (Erwitte) und Hans Markus Mühlichen (Lippstadt) der Führungsriege an. Als Direktkandidatin für die Bundestagswahl nominierten die Alternativen Jeanine Kloth aus Sundern.

Im Gespräch mit dem Anzeiger bestätigte Jacobi die Euro-kritische Haltung seiner Partei: „Die Konstruktion des Euro muss deutlich korrigiert werden“, die Länder im Süden des Kontinents müssten die „Gelegenheit erhalten, aus ihrem Desaster zu kommen“. So wie sich die Gemeinschaftswährung derzeit präsentiere, gehöre sie „abgeschafft“. Eine solche Position, findet Jacobi, sei keineswegs europafeindlich – eher das Gegenteil sei der Fall.

Seine Partei ortet der Vorsitzende in der Mitte des politischen Spektrums – dort, wo „die CDU mal war“. Die Christdemokraten seien in vielen Fragen wie der Familien-, Integrations- und Energiepolitik SPD und Grünen gefolgt und nach links gedriftet. Als Beispiel nennt Jacobi die Angebote und Anstöße für frühkindliche Erziehung, die darauf abzielten, „der Wirtschaft möglichst viele leistungswillige Frauen zur Verfügung zu stellen“. - hs

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