Drei Verletzte

A44: Auto bohrt sich unter Leitplanke - Zentimeter entscheiden über Leben und Tod

Der Peugeot bohrte sich nach dem Aufschlag unter die Leitplanke.
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Der Peugeot bohrte sich nach dem Aufschlag unter die Leitplanke.

Der nächste schwere Unfall auf der A44, bei dem nur wenige Zentimeter über Leben und Tod entschieden haben.

Soest - Nachdem vor knapp einer Woche ein Sprinter-Fahrer auf der A44 zwischen Werl und Unna dem Tod nur knapp entkommen ist, ereignete sich am Sonntagabend wieder ein Unfall auf der Autobahn, bei dem die Insassen riesiges Glück hatten, lebend aus dem völlig zerstörten Wagen gekommen zu sein.

Um kurz nach 21 Uhr war eine 20-Jährige am Sonntagabend mit einem Begleiter, der auf dem Beifahrersitz, und einer Begleiterin, die auf der Rücksitzbank saß, in ihrem Peugeot 207 auf der A44 zwischen Soest und Anröchte unterwegs.

Schwerer Unfall auf der A44 bei Soest: Reifenplatzer bei 140 km/h

Laut Angaben der Autobahnpolizei platzte bei Tempo 140 der rechte Hinterreifen des Kleinwagens. Die junge Fahrerin verlor die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Der Peugeot schlug etwa 600 Meter hinter der Anschlussstelle Soest-Ost in Fahrtrichtung Kassel in die Leitplanke ein und bohrte sich unter diese.

Vor allem die Fahrerin des Wagens hatte großes Glück im Unglück.

"Bis zur Endlage rutschte das Fahrzeug unter der Leitplanke etwa 20 Meter seitlich weiter", erklärte ein Beamter der Autobahnpolizei. Vor allem die Fahrerin hatte Glück im Unglück: Die Leitplanke drückte das Autodach über ihrem Kopf tief ein. 

Schwerer Unfall auf der A44 bei Soest: "Ein halber Meter mehr hätte gereicht.."

"Das Fahrzeug ist sehr weit unter die Leitplanke gerutscht. Ein halber Meter mehr hätte gereicht und die Insassen hätten sehr schwerwiegende Verletzungen erlitten", erklärte Jürgen Wirth, Leiter der Feuerwehr Soest.

Schwerer Unfall auf der A44 bei Soest: Auto rast unter Leitplanke

Diese blieben ersten Erkenntnissen zufolge zum Glück aus: Zwar wurden die Verletzungen der Fahrerin als schwer eingestuft; trotzdem hatte sie laut Angaben der Rettungskräfte angesichts der Fahrzeug-Deformation einen Schutzengel auf ihrer Seite.

Die beiden anderen Fahrzeug-Insassen wurden laut ersten Informationen leicht verletzt und kamen lediglich aufgrund der hohen Aufprallgeschwindigkeit zur genaueren Kontrolle ins Krankenhaus.

Die drei Unfallbeteiligten wurden in die beiden Soester Krankenhäuser gebracht.

"Die Leitplanke hat unterm Strich ihren Zweck erfüllt. Sie hat das Fahrzeug abgefangen. Sonst wäre das Auto fünf Meter tief die Böschung hinuntergestürzt", betonte Jürgen Wirth.

Die Feuerwehr setzte schweres hydraulisches Gerät ein, damit der Kleinwagen unter der Leitplanke befreit werden konnte.

Schwierig gestaltete sich indes die Bergung des zerstörten Peugeots: "Mehrere Teile des Fahrzeugs hatten sich unter der Leitplanke verhakt", berichtete der Feuerwehr-Einsatzleiter. So war nicht nur die Muskelkraft der Feuerwehrleute und Polizisten erforderlich, um die Leitplanke anzuheben, damit der Kleinwagen vom Abschleppwagen zurück auf die Fahrbahn gezogen werden konnte.

Neben hydraulischem Gerät war für die Fahrzeug-Bergung auch die Muskelkraft der Feuerwehrleute und Polizeibeamten gefragt.

"Wir mussten hydraulisches Rettungsgerät einsetzen, die Leitplanke teilweise zerschneiden und sie mit einem Spreizer anheben", erklärte Wirth.

Hinter der Leitplanke wäre es für den völlig zerstörten Kleinwagen tief bergab gegangen.

Nach etwa zwei Stunden war der Einsatz für die Rettungskräfte beendet. Der Verkehr wurde während der Bergungsarbeiten auf der linken Fahrspur an der Unfallstelle vorbeigeführt. 

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