LWL-Berufsbildung

Noch keine Corona-Impfung: Mitarbeiter in Soest fühlen sich übergangen

Becher mit Impfspritzen
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Um Impfdosen wird derzeit häufig gestritten.

Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen, die sich zumindest teilweise um dieselben jungen Menschen kümmern – und die einen werden gegen Corona geimpft, die anderen aber nicht. Die Abgrenzungen bei der Priorisierung der Impfgruppen führt zu Verunsicherung und Verärgerung.

Soest - Das berichtet ein Mitarbeiter aus der Belegschaft in den LWL-Einrichtungen am Hattroper Weg gegenüber soester-anzeiger.de, verbunden mit der Vermutung, dass die Leitung der LWL-Schulverwaltung in Soest für diese unterschiedliche Priorisierung verantwortlich sei.

Diesem Eindruck trat Thorsten Fechtner als Sprecher des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) in Münster entschieden entgegen. Grundlage für die Impfung der Mitarbeiter aus den verschiedenen Bereichen seien die Priorisierungen, wie sie das Bundesgesundheitsministerium vorgebe.

Noch keine Corona-Impfung: Die Unterschiede in Soest

In der Tat treffe es aber zu, dass es dabei Unterschiede gebe. Einerseits gebe es am Standort in Soest die Lehrer als Angestellte des Landes, die in Priorisierungsgruppe 2 berücksichtigt werden. Gleiches gelte für die Erzieher aus dem Internat. Für diese Personen seien die Impfungen angelaufen oder bereits erfolgt.

Die Mitarbeiter des Berufsbildungsbereiches fallen Fechtner zufolge jedoch nicht in die Priorisierungsgruppe 2. Sie werden nach aktuellem Stand bei den Impfungen nicht berücksichtigt. Der LWL habe auf Nachfrage die Auskunft erhalten, dass eine Änderung rechtlich nicht möglich sei. Fechtner: „Das müssen wir so hinnehmen.“

Die LWL-Bildungseinrichtungen in Soest

Der Landschaftsverband betreibt in Soest mehrere Einrichtungen, di unter einer gemeinsamen Verwaltung zusammengefasst sind. Dies sind: Die LWL-Förderschule, Förderschwerpunkt Sehen, Soest „von-Vincke-Schule“; das LWL-Berufskolleg Soest, Förderschule, Förderschwerpunkt Sehen; das LWL-Berufsbildungswerk Soest – Förderzentrum für blinde und sehbehinderte Menschen sowie zur Unterbringung das LWL-Internat Soest. Ziel der Einrichtungen ist es, blinden und sehbehinderten Kindern und Jugendlichen eine erfolgreiche Bildungslaufbahn und eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Kinder und Jugendlichen kommen teils aus ganz Deutschland. Quelle: lwl-schulen.de.

Warum die Mitarbeiter aus den Berufsbildungsbereichen bei den Impfungen noch nicht berücksichtigt werden, darüber könne der LWL nur Mutmaßungen anstellen. Möglicherweise sei bei den Priorisierungen davon ausgegangen worden, dass die Mitarbeiter im Förderschulbereich hauptsächlich mit Kindern und jüngeren Jugendlichen zu tun haben, wo die Einhaltung der Abstandsregeln schwieriger sei.

Noch keine Corona-Impfung: Zwei von fünf Mitarbeiter ohne Termin

Die Mitarbeiter der Berufsbildungsbereiche hätten es dagegen mit älteren Jugendlichen oder jungen Erwachsenen zu tun, sodass die Einhaltung der Abstandsregeln eher gewahrt erscheine.

Das heißt aber auch dass etwa zwei von fünf Mitarbeitern derzeit keinen Impftermin bekommen sollen. Zirka 145 Mitarbeiter der LWL-Einrichtungen am Hattroper Weg, darunter der Großteil Lehrer, haben einen Impftermin, ebenso etwa 20 Erzieher aus dem Internatsbereich. Für etwa 100 Mitarbeiter aus dem Berufsbildungsbereich dagegen ist vorerst keine Impfung vorgesehen.

Weitere Informationen zum Coronavirus im Kreis Soest gibt es im News-Ticker.

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