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Neues Institut für Hochbegabte Kinder in Soest

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KREIS SOEST - Die Freude darüber, dass das eigene Kind ein besonderes Talent hat, ist die eine Sache – das Erkennen, Akzeptieren und schließlich auch das Leben mit einer ausgewiesenen Hochbegabung beim eigenen Nachwuchs eine ganz andere.

Mit der Gründung des „Wissenschaftsinstitutes für Hochbegabte“ in Soest will die Bildungsakademie NRW jetzt die Kinder, aber auch Eltern, Lehrer und Erzieher unterstützen.

In der Wittener Sozialpädagogin und Fachtherapeutin Dr. Beate Gerstenberger-Ratzeburg hat das Institut eine erfahrene Fachfrau für das Thema Hochbegabung gewinnen können. Wie sehr eine derartige „Veranlagung“ eines Kinders zu einer Belastung für das ganze Umfeld werden kann, hat Akademieleiterin Silvia Hupfeld schon bei einem ersten Elterntreff vor einiger Zeit ganz praktisch erlebt. „Viele Eltern fühlen sich zunächst überfordert und oft auch ein wenig alleingelassen, wenn ihr Kind auffällig wird“, schildert sie ihre Eindrücke von dieser Versammlung.

Das beginne oft schon mit Problemen in der Schule oder im Sozialverhalten. Der Klasiker: Kinder stören den Unterricht, weil sie schlicht unterfordert sind. Das zu erkennen und sicher zu diagnostizieren, ob überhaupt und wenn ja in welchen Bereichen Kinder hochbegabt sind, ist einer der Schwerpunkte des neuen Wissenschaftsinstituts. Das hat seine Büros in der Kreishandwerkerschaft Hellweg. Dazu werden entsprechende Tests für Kinder ab drei Jahren angeboten.

Eine ganze Reihe von Fortbildungen richten sich darüber hinaus an Lehrer und Erzieher, um sowohl das Erkennen außergewöhnlicher Begabungen von Kindern möglichst frühzeitig zu gewährleisten, als auch Hilfestellungen im Umgang mit ihnen zu geben.

Auf dieses Rüstzeug müssen nämlich beide Berufsgruppen bislang in ihren jeweiligen Ausbildungen weitgehend verzichten. Mittelfristig soll die Nutzung dieser Angebote des Soester Institutes für die Teilnehmer in den Erwerb eines Zertifikats münden. Spezielle Seminare sollen auch für hochbegabte Kinder mit  Migratrationshintergrund dangeboten werden. Als erste Großveranstaltung steht ein Kongress für Eltern, Lehrer und Erzieher auf dem Programm. - kim

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