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Malschul-Spende: 15 neue Esel für Eritrea

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Anne Rieden von Archemed (links) freut sich über den „Goldesel“: Die Malschule spendete 4634 Euro aus ihrem Buchprojekt. Von links: Karin Steig, Manuela Henkelmann, Theresia Schnell und Hildegard Hohmann übergaben das Geld. - Foto: Dahm

SOEST - Die stolze Summe von 4 634 Euro übergaben am Montag vier Mitarbeiterinnen der Soester Malschule an Anne Rieden von Archemed. „Für das Geld können 15 weitere Esel für unser Projekt in Eritrea angeschafft werden“, freute sich die Archemed-Mitarbeiterin über die hohe Spende.

Die 4 634 Euro stammen aus dem Buch-Projekt „Die Reise der bunten Esel“ der Malschule. Im vergangenen Jahr startete die Malschule das Projekt: Sie wollte den Soester Verein Archemed – Ärzte für Kinder in Not – unterstützen. „Wir hatten von der Esel-Aktion in Eritrea gehört und überlegten, wie die Malschule helfen kann. So kamen wir auf die Idee, ein Buch zu gestalten, in dem sich zahlreiche bunte Esel auf den Weg nach Afrika machen“, berichten Manuela Henkelmann, Karin Steig, Theresia Schnell und Hildegard Hohmann.

Im vergangenen Jahr wurden in allen Gruppen Esel gemalt – große, kleine, bunte – bis das Buch, das um Fotos von Eseln aus Eritrea bereichert wurde fertig war und für 9,80 pro Stück verkauft wurde.

„Anlässlich unseres 25. Geburtstags unternahmen wir eine kleine Reise nach Murnau. Hier schauten wir uns begeistert das bekannte Bild von Franz Marc ‘Eselfries‘ mit mehreren lila-farbenen Eseln an. Da war die Idee für das Buch geboren“, erzählt Karin Steig.

Das Projekt wurde großzügig vom Lions Club Soest unterstützt, so dass jetzt neue Esel für Eritrea gekauft werden können. Ein Esel kostet vor Ort rund 300 Euro. „In Eritrea leben viele alleinerziehende Frauen mit vielen Kindern“, berichtet Anne Rieden von Archemed. Die Frauen – oft auch ihre Kinder – müssen häufig sehr weit laufen, um Wasser zu holen. Diese Aufgabe übernehmen jetzt die Esel und die Kinder sind von der Arbeit entlastet und können regelmäßig zur Schule gehen.

Die Esel helfen als Lasttiere auch, die Waren der Frauen zum nächstgelegenen Markt zu transportieren. „Für die Frauen bedeutet der Besitz des Esels ein Stück Unabhängigkeit und bildet eine eigene Lebensgrundlage“, sagt Rieden. - agu

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