Inzidenz zu hoch

Modellprojekt verschoben: Vorerst keine Corona-Lockerung in Soest

Nach sieht es bei der Gastronomie - wie hier vor dem Wilden Mann am Marktplatz - trübe aus. Doch ab dem 19. April dürfen die Wirte draußen wieder Gäste bedienen.
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Rückschlag für die Gastronomen: Die Tische müssen vorerst leer bleiben.

Es war angesichts des Infektionsgeschehens fast schon zu erwarten, jetzt ist es offiziell: Die Städte Soest und Lippstadt können in der kommenden Woche noch nicht mit dem Projekt „Modellkommune“ beginnen.

Soest/Lippstadt - Die Projekte zur Öffnung der Außengastronomie müssen verschoben werden. Die beiden Städte im Kreis Soest setzen die Lockerungen „auf unbestimmte Zeit“ aus.

ProjektModellkommune
StädteSoest und Lippstadt
LandNordrhein-Westfalen (NRW)

Der maßgebliche 7-Tage-Inzidenzwert des Landeszentrums Gesundheit (LZG) liegt für den Kreis Soest bei 103,7. Voraussetzung für den Start der Modellprojekte ist eine kreisweite Inzidenz von unter 100.

Modellprojekt abgesagt: Start war für Montag geplant

Mit einer niedrigeren Inzidenz hätten die Projekte in den Kommunen grundsätzlich ab Montag (19. April) starten können. Vor dem Hintergrund der umfangreichen Vorbereitungen und Abstimmungen hatten allerdings sowohl Lippstadt als auch Soest den Start erst für Donnerstag (22. April) vorgesehen.

Dass die Modellprojekte jetzt vorerst nicht an den Start gehen können, bedauern die Beteiligten: „Wir haben in den vergangenen Tagen gemeinsam mit zahlreichen Beteiligten und viel Engagement und Herzblut an der Umsetzung der Modellprojekte gearbeitet und hätten natürlich gern diesen positiven Schwung mitgenommen, um in der kommenden Woche zu beginnen“, werden Landrätin Eva Irrgang und die beiden Bürgermeister Arne Moritz (Lippstadt) und Dr. Eckhard Ruthemeyer (Soest) in einer Mitteilung des Kreises zitiert.

Mit der Auswahl als Modellkommunen habe man eine Perspektive bekommen und insbesondere für die Gastronomie einen Hoffnungsschimmer gesehen. „Das haben wir natürlich auch so von vielen Gastronomiebetreibern gespiegelt bekommen.“ 

Modellprojekt abgesagt: „Entscheidung alternativlos“

Allerdings sei den drei Verwaltungsleitungen auch klar, dass die Entscheidung, die Modellprojekte zu verschieben, alternativlos ist. „Schon bevor die aktuellen Werte des LZG vorlagen, haben wir die Entwicklung der Zahlen mit einer gewissen Sorge beobachtet“, so Irrgang, Moritz und Ruthemeyer weiter.

Insbesondere in Lippstadt und Soest waren die Inzidenzwerte in den vergangenen Tagen kontinuierlich angestiegen. „Wir haben mit den Modellprojekten eine sehr große Chance, aber auch eine sehr große Verantwortung. Für uns alle war von Anfang an klar, dass wir nur dann starten können, wenn das Infektionsgeschehen es zulässt und das Projekt sicher durchgeführt werden kann.“

Modellprojekt abgesagt: So geht es weiter

Darin sei man sich auch mit den beteiligten Gastronomen einig gewesen.

Wann die Modellprojekte tatsächlich beginnen können, hängt nun von der Entwicklung der Inzidenzwerte ab. Auf keinen Fall sei die bisher geleistete Arbeit umsonst gewesen. „Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt die Chance bekommen, unsere Projekte umzusetzen und die Zeit bis dahin werden wir nutzen, um die Projekte inhaltlich noch weiterzuentwickeln, um dann direkt startklar zu sein, wenn es die Inzidenzen zulassen“, so Irrgang, Ruthemeyer und Moritz.

Lesen Sie auch: Das sagen die Soester Politiker zum Modellprojekt.

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