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Pfarrheim wird als Unterkunft für Ukraine-Flüchtlinge hergerichtet

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Von: Vanessa Moesch

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Das Pfarrheim Brüllingsen soll für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine hergerichtet werden.
Das Pfarrheim Brüllingsen soll für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine hergerichtet werden. © PETERDAHM

Die Kirchen im Kreis Soest suchen nach Möglichkeiten, ankommenden Kriegsflüchtlingen eine Unterkunft bieten zu können. Dafür stellen sie nun auch kirchliche Immobilien zur Verfügung.


Soest – „Momentan wird geprüft und geschaut, wo etwas möglich ist“, sagt Propst Dietmar Röttger, Leiter des Pastoralverbunds Soest.

Neben dem Pfarrheim in Brüllingsen, das nun für die Flüchtlinge aus der Ukraine hergerichtet werden soll, stehen auch andere Gebäude auf der Liste der Unterbringungsmöglichkeiten, die allerdings noch überprüft werden müssen. Die Optionen, die den Kirchen zur Verfügung stehen, sollen schließlich auch genutzt werden.

Kirchliche Immobilien sollen zur Verfügung gestellt werden

Generalvikar Alfons Hardt hatte am 29. März die Kirchengemeinden des Erzbistums Paderborn, seine Seelsorger sowie die Mitarbeiter der Caritas um Unterstützung für die Menschen gebeten, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, der bereits seit Wochen andauert. Das geht aus einer Mitteilung des Erzbistums Paderborn hervor.

„Empfangen wir die Flüchtlinge aus der Ukraine mit offenen Armen und weitem Herzen“, sagt Generalvikar Hardt und ruft die Kirchengemeinden dazu auf, „wo immer möglich, kirchliche Immobilien, die für Wohnzwecke geeignet sind, zur Verfügung zu stellen“.

Optionen müssen geprüft werden

Auf die Schnelle sei das aber nicht möglich, so Röttger, denn die Optionen müssten erst geprüft werden. Auch das Erzbistum ist dabei sehr engagiert, hat den Flüchtlingshilfefond wieder neu aufgelegt, damit die Gemeinden entsprechende Mittel zum Beispiel für Umbauten beantragen können.

„Die Bereitschaft, mit ins Rad zu greifen, ist sehr groß“, sagt Röttger. Damit meint er auch die Mitgestaltung des menschlichen Lebens für die Flüchtlinge, die aus der Ukraine in die Gemeinden in Soest kommen.

Gemeinsame Verantwortung besteht

Die Absprache und Zusammenarbeit mit katholischer und evangelischer Kirche sowie mit den Kommunen sei dabei wichtig, weil eine gemeinsame Verantwortung bestehe.

Planungen und Ideen stehen genug im Raum, Schritt für Schritt wird daran gearbeitet, es den Menschen aus der Ukraine so stressfrei wie möglich zu machen.

Orte der Begegnung

„Wir schauen, wo Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, rufen zur Unterbringung auf und versuchen auch, die Pfarrheime als Ort der Begegnung zu nutzen und die Menschen miteinander in Verbindung zu bringen“, erklärt Röttger und erzählt, dass es bereits viele Menschen in den Gemeinden gibt, die Geflüchtete aufnehmen wollen oder es bereits getan haben.

Auch in den Gottesdiensten „sind alle herzlich willkommen, ob nun christlich oder christlich orthodox“. Das wichtigste sei aber erst mal an- und zur Ruhe zu kommen.

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