Fehlten Informationen?

Keine Hochwasser-Soforthilfe für Soest: Innenministerium nimmt Stellung und macht Hoffnung

Bekommen die Hattroper nach den Überflutungen doch noch eine Soforthilfe des Landes?
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Bekommen die Hattroper nach den Überflutungen doch noch eine Soforthilfe des Landes?

Überraschend wurde am Montag vermeldet, dass es für den Soester Stadtteil Hattrop keine Hochwasser-Soforthilfen des Landes geben würde. Jetzt hat das Innenministerium Stellung genommen.

Soest/Düsseldorf - Eigentlich sollten ab Montag die Anträge für die Hochwasser-Soforthilfe von der Stadt Soest angenommen werden. Doch dann gab es die überraschende Wende: Die Stadt Soest musste die angekündigte Auszahlung aussetzen. Denn: Das Land hatte die Stadt Soest bei der Bereitstellung der Soforthilfe offenbar nicht berücksichtigt“, erläuterte Stadtsprecher Thorsten Bottin.

Schon am Montagnachmittag unterstrich die Stadt, dass sie sich „nun bemühe“, bei der Sofortmittel-Vergabe nachträglich berücksichtigt zu werden. Dafür wurde umgehend Kontakt mit der Staatskanzlei in Düsseldorf aufgenommen. Jedoch habe es am Montag noch keine Aussagen des Landes gegeben, warum die Stadt Soest bei den Hochwasser-Soforthilfen nicht berücksichtigt wird.

Diese Aussagen bekam unsere Redaktion nach einer entsprechenden Anfrage jetzt aus dem NRW-Innenministerium. „Die Stadt Soest gehört tatsächlich bisher nicht zum Kreis der Städte und Gemeinden, die eine Soforthilfe für die von der Unwetterkatastrophe am 14./15. Juli betroffenen privaten Haushalte erhalten haben“, bestätigte Sprecherin Leoni Möllmann die aktuelle Situation.

Hochwasser-Soforthilfe für Soest-Hattrop: Fehlten entsprechende Informationen?

Doch woran liegt das, angesichts der Bilder des überschwemmten Hattrops? Leoni Möllmann: „Nach allen uns vorliegenden Lageberichten der örtlichen Leitstellen gehörte die Stadt Soest nicht in die Kategorie der Kommunen, bei denen es zu über das bei einem Starkregen übliche Ausmaß an Überflutungen gekommen ist. Bei der Eingrenzung des Kreises der betroffenen Kommunen konnten wir nur auf die uns zur Verfügung stehenden Informationen zurückgreifen.“

Doch das könnte sich noch ändern - zum Vorteil der betroffenen Hattroper: „Dem Innenministerium ist aber auch klar, dass das aus zeitlichen Gründen unvermeidbare Vorgehen nur eine grobe Annäherung an die tatsächliche Schadenssituation und Betroffenheit vor Ort sein kann. Deshalb sind nachträgliche Korrekturen grundsätzlich möglich. Derzeit steht das Innenministerium im Kontakt mit der Stadt Soest und hat diese gebeten, weitere Informationen zu übermitteln. Diese werden dann geprüft.“

Das solle nun geschehen, berichtete Stadtsprecher Thorsten Bottin: Demnach werde aktuell intern geprüft, welche Unterlagen zur Verfügung stehen und dem Land vorlegt werden könnten. „Dann müssen wir weitersehen.“

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