Corona-konformes Gruppenbild mit 40 Personen

In besonderem Rahmen: Feuerwehrleute befördert und geehrt - Veranstaltung konnte nicht aufgeschoben werden

Auf Abstand und ohne Händedruck: Am Samstag wurden zahlreiche Feuerwehrleute aus Soest befördert und geehrt.
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Auf Abstand und ohne Händedruck: Am Samstag wurden zahlreiche Feuerwehrleute aus Soest befördert und geehrt.

Urkunden und Schulterklappen liegen auf Stühlen parat, beglückwünschende Händedrücke gab es nicht. Die Beförderungen und Ehrungen der Feuerwehr Soest erfolgten am Wochenende in einem ungewohnten Rahmen.

Soest – 35 Beförderungen und 28 Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft standen am Samstag bei der Freiwilligen Feuerwehr Soest an. „Feuerwehr, Bürgermeister und Verwaltung haben lange überlegt und abgewogen, diese Veranstaltung hier und in dieser Art durchzuführen“, betonte Jürgen Wirth, Leiter der Feuerwehr Soest, als er um kurz nach 10 Uhr in der Stadthalle das Wort ergriff.

Vor ihm saßen in großem Abstand zueinander die Feuerwehrleute, denen „trotz aller Einschränkungen“ endlich die gebührende Wertschätzung für ihre „persönliche Motivation, langjährige Verbundenheit und besondere Leistung“ zuteil werden sollte. Die Sitzplätze waren vorher mit Namensschildern ausgewiesen worden. Auf den Stühlen lagen Urkunden und Schulterklappen bereit – Corona-bedingt durften sie nicht mit einem Handschlag überreicht werden.

Ein Teil des Hygienekonzeptes: Statt Gruppenfotos gab es Einzelportraits der beförderten und geehrten Feuerwehrleute. Die einzelnen Fotos wurden zu dieser Montage zusammengefügt. (Zur Vollansicht oben rechts klicken.)

Die Veranstaltung aufzuschieben und in einem gewohnten Rahmen abzuhalten, war nicht möglich: „Die Laufbahn-Verordnung schreibt vor, dass bei Beförderungen bestimmte Fristen einzuhalten sind“, erklärte Jürgen Wirth. „Eine besondere Situation erfordert besondere Maßnahmen“, unterstrich er. Für die Freiwillige Feuerwehr zählt es zum Tagesgeschäft, rund um die Uhr auf Abruf besondere Situationen zu meistern, um die Sicherheit aller Soester zu gewährleisten.

Jürgen Wirth, Leiter der Feuerwehr Soest, erklärte, warum die Veranstaltung nicht aufgeschoben werden konnte.

Für die Verabschiedung des Brandschutzbedarfsplanes, die am Mittwoch einstimmig vom Stadtrat beschlossen worden war, hatte die Feuerwehr die Nutzung der Kleinfahrzeuge näher betrachtet: Dabei kam heraus, dass an 255 Tagen mindestens ein Fahrzeug nicht zur Verfügung stand, weil damit Einsatzkräfte zur Aus- und Fortbildung außerhalb von Soest unterwegs waren. „Rechnet man die Termine innerhalb des Stadtgebiets hinzu, dann gibt es keinen Tag, an dem nicht Aus- oder Fortbildung betrieben wird“, so Jürgen Wirth. Für diesen Einsatz dankte den Einsatzkräften auch Bürgermeister Eckhardt Ruthemeyer und betonte stolz: „Wir haben eine herausragend aufgestellte Freiwillige Feuerwehr“.

Beförderungen und Ehrungen im Corona-konformen Rahmen bei der Feuerwehr Soest

Beförderungen und Ehrungen im Corona-konformen Rahmen bei der Feuerwehr Soest
Beförderungen und Ehrungen im Corona-konformen Rahmen bei der Feuerwehr Soest
Beförderungen und Ehrungen im Corona-konformen Rahmen bei der Feuerwehr Soest
Beförderungen und Ehrungen im Corona-konformen Rahmen bei der Feuerwehr Soest
Beförderungen und Ehrungen im Corona-konformen Rahmen bei der Feuerwehr Soest

Ebenso besonders wie der Veranstaltungsrahmen waren auch die Beförderungen von Katharina Hecker und Christian Meyer zur Stadtbrandinspektorin bzw. zum Stadtbrandinspektor. „Eine ganz besondere Beförderung, die es in dieser Art bei uns noch nicht gegeben hat“, berichtete Jürgen Wirth. Denn normalerweise steht dieser Dienstgrad in Verbindung mit der Ernennung zum Leiter der Feuerwehr, bzw. zum Stellvertreter. „Es ist der höchste Dienstgrad in der Freiwilligen Feuerwehr. Die beiden haben ihn aufgrund ihrer beruflichen Feuerwehr-Ausbildung erlangt.“ Hecker arbeitet im gehobenen Dienst bei der Berufsfeuerwehr Essen, Meyer ist Leiter der hauptamtlichen Wache der Feuerwehr Lippstadt.

Vom Bürgermeister im Amt bestätigt: Christoph Blume (Mitte) bleibt Stellvertreter von Jürgen Wirth (links).

Eine ganz besondere Ehre wurde zudem Hinrich von Hinten und Daniela Schoepke-Barbuszak zuteil: Sie sind seit 40 Jahren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Soest. „Das ist heute nicht mehr alltäglich. Das liegt an den Möglichkeiten der Mobilität, sich hier im Lande oder im Ausland zu verwirklichen“, erklärte Wirth und wies auf die heute „deutlich höhere Fluktuation in der Feuerwehr“ hin. Die letzte Amtshandlung übernahm Bürgermeister Ruthemeyer: Christoph Blume wurde als stellvertretender Leiter der Feuerwehr bestätigt.

Die beförderten und geehrten Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Soest

Oberfeuerwehrmann: Holger Kipp, Markus Kirchhoff, Jan Lukas Krabbe, Simon Kurz, Marvin Lasar, Maurice Läster, Philipp Schroer, Markus Steiger, Robin Uebach.

Hauptfeuerwehrmann: Sven Dahlhoff, Kevin Sobolewski, Philipp Willecke.

Feuerwehruntermusikermeister: Tobias de Vriesere.

Brandmeister: Michael Lange, Marcel Stricker, Nico Oevel, Marcel Overbeck.

Oberbrandmeister: Lucas Busch, Christian Dietz, Carsten Ebbert, Michael Keinemann, Mathis Mattern, Benedikt Thiel, Michael Zimmer.

Hauptbrandmeister: Mirco Herzog, Jens Hüttenschmidt, Ralph Knitsch, Andre Wenthaus.

Brandinspektor: Ryan Alexander, Kristian Frieling, Mathis Mattern, Christian Dietz.

Brandoberinspektor: Christoph Faulstich.

Stadtbrandinspektorin: Katharina Hecker.

Stadtbrandinspektor: Christian Meyer.

10 Jahre Mitgliedschaft: Janik Herrmann, Jonas Isermann, Markus Kirchhoff, Jan Lukas Krabbe, Jan Kilian Schelleter, Madita Schelleter, Christian Müller, Jennifer Kipp, Sophie Kellner, Kim Scharschmidt.

15 Jahre: Tobias Dierig, Carsten Ebbert, Niklas Fink, Katharina Hecker, Marc Jasper, Sebastian Kuptz, Torben Steinmann.

25 Jahre: Sandra Schneider, Melanie Reinke, Marcel Hustermeier, Reinhard Peck, Jörg Püttschneider, Stefanie Stern.

35 Jahre: Andreas Schneider, Klaus-Dieter Scharschmidt, Martin Wulf.

40 Jahre: Hinrich von Hinten, Daniela Schoepke-Barbuszak.

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