„Mini-Impfzentrum“

Impfaktion im Süden kommt gut an: Weiterer Termin im Stadtteilhaus geplant

Gabriele Werner freute sich, ihre erste Impfung am Freitag im Stadtteilhaus zu bekommen.
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Gabriele Werner freute sich, ihre erste Impfung am Freitag im Stadtteilhaus zu bekommen.

Das neue Stadtteilhaus im Soester Süden wurde am Freitag erstmals zu einem „Mini-Impfzentrum“. Ohne Termin konnte zwischen 10 und 16 Uhr jeder kommen, der gegen das Coronavirus geimpft werden wollte. Die Resonanz sei noch besser gewesen, als erhofft, hieß es.

Soest – Die verschiedenen Abschnitte wie Empfangs-, Aufenthalts- und der Wartebereich zum Ausfüllen des Aufklärungsbogens, das ärztliche Aufklärungsgespräch, die zu Impfkabinen umfunktionierten Räume und der Ruhebereich am Ende des „Rundgangs“ durch das Stadtteilhaus erinnerten tatsächlich an das Impfzentrum am Senator-Schwartz-Ring. Eben nur ein paar Stufen kleiner. Und auch das Personal – Ärzte, medizinische Fachangestellte und Ordner – war das gleiche.

Eine derjenigen, die sich am Freitag im Stadtteilhaus ihre erste Impfung hat geben lassen, war Gabriele Werner: „Es ist super, dass es dieses Angebot ohne Termin hier im Soester Süden gibt. Beim Hausarzt würde es vermutlich länger dauern, einen Termin zu bekommen“, sagte sie. Vor allem aus zwei Gründen habe sie sich jetzt dazu entschlossen, sich impfen zu lassen: „Für den Fall, dass ich mich mit dem Virus infiziere, wäre der Verlauf nicht so schlimm. Außerdem brauche ich dann keine Sorge haben, dass ich weniger Freiheiten im Alltag haben könnte als Nicht-Geimpfte.“

Genau für diese Personen sei das Angebot auf die Beine gestellt worden, erklärte Uwe Hemmersbach von der Abteilung Soziales der Stadt Soest: „Hier kann jeder hinkommen, der bislang noch unentschlossen war. Wir haben im Vorfeld viel Werbung, beispielsweise auf dem Wochenmarkt, gemacht. Viele haben sich spontan überlegt, die Möglichkeit wahrzunehmen.“ Schon einige Minuten, bevor das Stadtteilhaus am Morgen um 10 für Impf-Willige geöffnet hatte, hätten schon die ersten vor der Tür gestanden.

Vor der Impfung gab es ein ausführliches Aufklärungsgespräch zwischen Ärzten und denen, die sich impfen lassen wollten.

Damit in den Aufklärungsgesprächen jede Frage beantwortet werden konnte, stand auch ein Dolmetscher des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises zur Verfügung. „So können Sprachbarrieren überwunden und Ängste und Hemmschwellen aus dem Weg geräumt werden“, so Hemmersbach. Er zeigte sich mit der Resonanz sehr zufrieden: „Wir hätten tatsächlich mit weniger Leuten gerechnet!“, freute sich Uwe Hemmersbach.

Als einer der Ärzte führte Dr. Heinz Ebbinghaus im Stadtteilhaus die Aufklärungsgespräche. Er erklärte: „Der Wendepunkt wurde erreicht. Es ist viel Impfstoff da, 90 Prozent der Hausärzte und viele Fachärzte impfen. Jeder der geimpft werden möchte, kann auf kurzem Wege schnell eine Impfung generieren. Bei diesem Angebot hier ist der große Vorteil, dass für das Aufklärungsgespräch mehr Zeit zur Verfügung steht und man ausführlich auf Sorgen und Ängste eingehen kann. Unterm Strich ist zu betonen: Eine Impfung hat auch etwas mit Verantwortung zu tun – jeder Geimpfte bringt mehr Sicherheit und jeder, der sich impfen lässt, zeigt Solidarität mit seinen Mitmenschen.“

Weitere Termine

Auch im Impfzentrum kann man sich ohne Termin impfen lassen. Im Rahmen des Mini-Bördetages in Soest wird am Sonntag, 8. August, auf dem Marktplatz in Soest geimpft. In und an der Engel-Apotheke besteht von 13 bis 18 Uhr die Möglichkeit, den Bummel durch die Innenstadt mit einer Impfung zu verbinden. Wer sich im Stadtteilhaus (Britischer Weg 10, Soest) impfen lassen möchte, hat dazu am 27. August noch einmal die Chance. Das Angebot bezieht sich auf alle ab 16 Jahren.Mitzubringen ist der Personalausweis, die Versichertenkarte und, sofern vorhanden, ein Impfausweis.

Impfung für Kinder und Jugendliche

In der kommenden Woche können sich am Mittwoch- und Freitagnachmittag jeweils von 14 bis 18.30 Uhr wieder Kinder und Jugendliche von 12 bis 15 Jahren impfen lassen. Dazu muss aber im Vorfeld ein Termin über die KVWL gebucht werden, entweder telefonisch unter 116117 oder online unter www.116117.de. Darauf weist die Geschäftsstelle des Impfzentrums hin.

„Der Andrang auf die bisherigen Impfzeiten für diese Altersgruppe war sehr groß“, sagt Sonja Claus von der Geschäftsstelle des Soester Impfzentrums. „Wir wollen die Zeiten und damit die Anzahl der möglichen Termine so weit wie möglich erweitern und hoffen, zeitnah mehr anbieten zu können.“

Alle weiteren Impfwilligen ab 16 Jahren können weiterhin ohne Termin zur Immunisierung kommen – oder ebenfalls einen Termin buchen, um Wartezeiten zu vermeiden.

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