Hundekot als Ärgernis

Hunde-Durchfall auf Soester Kesselstraße wird nicht beseitigt

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Nase voll: Die Anwohner der Soester Kesselstraße wehren sich gegen den Hundekot auf ihrer Straße.

Soest –  Auf der Kesselstraße werden Hundehaufen zu Tretminen. Die Gräfte und der Wall sind gesperrt, Hundebesitzer weichen daher dorthin aus. An vier Tagen hintereinander hat einer seinen Fiffi, der Durchfall hat, auf der Kesselstraße Gassi geführt und dessen Hinterlassenschaften nicht beseitigt.

Anwohnerin Anne Güsgen (76) war selbst lange Hundebesitzerin, aber sie hat den Kot ihres Vierbeiners immer brav in Kottüten eingesammelt und entsorgt, beteuert sie. „Der Hund mit dem Durchfall hat sich immer vor unserem Grundstück erleichtert.“ Noch bevor der Hausmeister mit dem Gartenschlauch den Bürgersteig reinigen konnte, habe sie „einmal miterlebt, wie eine Mutter mit Kinderwagen und einem Kind auf einen Laufrädchen da mitten durch gelaufen ist. Das hat mich wütend gemacht. Manche Hundehalter nehmen wirklich keine Rücksicht.“ 

Kontrollgänge und Vergrämung 

Güsgen will das nicht länger hinnehmen: „Ich werde ein Verbotsschild mit kackendem Hund aufstellen und ich habe schon eine Substanz besorgt, die Hunde gar nicht gerne riechen. Damit will ich unser Grundstück für sie unattraktiv machen.“ Außerdem hat die ältere Dame beim Ordnungsamt angerufen und sich beschwert. Der Erfolg: „Die waren sehr nett und haben versprochen, bei uns jetzt öfter mal Kontrollgänge zu machen.“ Stadtsprecherin Brigitte Sliwa ermuntert alle leidgeprüften Anwohner, sich beim Ordnungsamt zu melden. „Für uns ist das kein Kavaliersdelikt, wenn Hundehalter die Haufen nicht beseitigen. Theoretisch sind Bußgelder bis 1000 Euro möglich.“ Verhängt wurden die bisher noch nicht. Sie weiß von „50 Euro, wenn Halter wiederholt dabei erwischt werden, die Haufen liegenzulassen.“

Stadtwache hat Kesselstraße im Auge

In Soest ist die Stadtwache für die Kontrolle zuständig. Deren Mitarbeiter laufen auch außerhalb der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung durch alle Stadtgebiete und achten dabei auch auf das Verhalten der Hundebesitzer. „Liegen uns konkrete Beschwerden vor, gehen wir verstärkt dorthin“, sagt Sliwa. Leider werden viele schwarze Schafe nicht erwischt. Der oder die Unbekannte mit dem inkontinenten Hund sollte jetzt zumindest gewarnt sein: Die Stadtwache hat die Kesselstraße auf dem Schirm. 

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