Soest

Homeschooling für einen Großteil der Schüler ab Montag - was ist mit den Schulbussen?

Bushaltestelle
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Ab Montag gibt es - trotz Homeschooling - regulären Schulbus-Verkehr.

Dass ein Großteil seiner Schüler ab Montag zunächst nur von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen kann, kritisiert Convos-Schulleiter Andreas Heihoff. Auch die RLG äußert sich in Sachen Schulbus-Verkehr.

Soest – Die Schüler, die in diesem Jahr nicht ihren Abschluss anpeilen, müssen mindestens in der ersten Woche nach den Osterferien zu Hause bleiben. Für sie ist ab Montag zunächst wieder Homeschooling angesagt. Ob Nur für die Abschlussjahrgänge soll auch weiterhin Präsenzunterricht stattfinden, Abiturprüfungen sollen ab dem 23. April starten.

Für Andreas Heihoff, Leiter des Conrad-von-Soest-Gymnasiums und Sprecher der Soester Schulleiter, ist dieser Weg nicht zufriedenstellend: “Das ist nicht gut. Die kurzfristige Veränderung, zurück ins Homeschooling zu gehen, hilft den Schülern nicht”, erklärte er. Obwohl das Unterrichten mit Maske und Abstand “nicht so einfach” sei, habe er die “klare Rückmeldung” der Schüler bekommen, dass diese den Präsenzunterricht gegenüber dem Lernen zu Hause bevorzugen würden. “Man sieht sich - und das ist für die Schüler nicht zu unterschätzen.” Gleiches gelte für seine Lehrerkollegen: “Wir arbeiten nicht mit Bildschirmen, sondern mit Menschen und Schülern.”

Dass das Convos mit dem kurzfristig angesagten Homeschooling auch wieder eine Notbetreuung anbieten muss, sei kein Problem: “Wir wissen doch wie es geht”, betonte Heihoff. Die Eltern seien informiert worden - Schüler, die zur Notbetreuung angemeldet werden, könnten ab Montag “problemlos kommen”.

Vom 19. April an solle es in den Schulen möglichst wieder den Wechselmodus geben, sondern es das Infektionsgeschehen zulasse. Und mit dem wechselnden Präsenzunterricht kommt auch eine Testpflicht für Schüler, Lehrer und das weitere Schulpersonal. Verpflichtend werden zwei Selbsttests pro Woche - wer den nicht machen möchte, muss nach Hause.

Auf die Lieferung der Tests wartete Heihoff am Freitagmittag noch. Er sieht das Thema entspannt: “Ich glaube, wir sollten versuchen, sehr neutral damit umzugehen. Die Tests helfen uns in dieser Situation, dass wir schnell wieder in ein öffentliches Leben zurückkehren können.” Man solle nicht in eine Vorwurfshaltung kommen: “Alle Schulen haben jetzt Erfahrungen gesammelt - auch mit positiven Corona-Fällen. Zwar werden die Tests immer eine gewisse Zeit kosten, aber es wird sich eine Routine bilden.”

Routine herrscht auch beim Regionalverkehr Ruhr-Lippe. Die RLG teilte mit: “Da trotz der Regelungen zum Distanzunterricht für die Schüler der Abschlussklassen der Präsenzunterricht fortgeführt wird und es für bestimmte Klassen eine Notbetreuung an den Schulen geben wird, wird die RLG nach dem Fahrplan an Schultagen verkehren. Somit werden die benötigten schulorientierten Fahrten und Linien wieder fahrplanmäßig eingesetzt. Voraussetzung für eine Busfahrt: Eine medizinische Corona-Schutzmaske. ds

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