Soest einer der großen Verlierer bei Passantenzählung in der City

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So proppenvoll ist es selten in der Soester Fußgängerzone. Das Bild stammt vom verkaufsoffenen Sonntag im Dezember. Doch alles in allem verzeichnet Soest einen herben Rückgang bei der Passanten-Zahl.

Soest - Stell Dir vor, es ist Samstagmorgen zwischen 11 und 12 Uhr in der Soester Innenstadt – und keiner geht hin: Dafür ist zwar einige Fantasie vonnöten, weil es so schlimm natürlich nicht ist, aber die jetzt veröffentlichten Zahlen einer Passantenzählung in den Zentren von insgesamt 14 Städten am Hellweg und im Sauerland belegen doch einen deutlichen Rückgang für Soest im Vergleich zu den Vorjahren.

An drei von vier Samstagen wurden die Zahlen ermittelt, die zwar in der Summe (rund 15 000) relativ konstant geblieben sind, in den einzelnen Kommunen aber doch ganz unterschiedliche Entwicklungen belegen. So sank die Zahl der in Soest auf dem Markt gezählten Passanten 2016 auf durchschnittlich 1 700 pro Stunde (2014: 2 200, 2010: 2 500), in Neheim stieg der Wert aber auf 3 600 (2014: 3 500, 2010: 3 900), in Bad Sasssendorf sogar deutlich auf 600 (2014: 400, 2010: 600).

Stabil blieben die Passantenzahlen dagegen in Lippstadt (2 100, 2014: 2 100, 2010: 2 800) und Warstein (400, 2014: 400, 2010: 200), während Werl in der Passantengunst sank (2016: 800, 2014: 900, 2010: 800).

Für Prof. Monika Dobberstein, Chefin der Soester Wirtschaftsförderung, kommt die Soester Zahl nicht überraschend, sie macht dafür in erster Linie die Schließung des Saturn-Marktes in der Brüderstraße 2015 verantwortlich. „Umso wichtiger ist es, dass wir mit dem Markenmode-Center Kress bald wieder einen attraktiven Anziehungspunkt in der Altstadt bekommen“, sieht sie aber durchaus Grund für baldige Besserung.

Und im Wettbewerb mit der Nachbarkommune weist sie auch darauf hin, dass Lippstadt einen heftigen Verlust bereits 2014 verkraften musste (minus 28 Prozent im Vergleich zu 2010) und sich aktuell auf diesem „relativ niedrigen Niveau stabililisert“ habe.

Soest hingegen, so die Wirtschaftsförderin, sei damals mit minus acht Prozent „relativ stabil“ geblieben. Allerdings zeigten die höheren Frequenzzahlen sowohl in Lippstadt als auch in Neheim, wie wichtig Kress als „neuer Magnet“ sei.

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