Prozess vor Gericht in Bielefeld

17 Übergriffe: Soester (56) gesteht sexuellen Missbrauch von fünfjährigem Mädchen

Missbrauch
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Den Missbrauch einer Fünfjährigen hat ein Soester nun vor Gericht eingeräumt.

Er gehörte zum engsten Umkreis der Familie aus Rietberg: Ein Soester hat fast ein Jahr lang ein kleines Mädchen, die Tochter von Freunden, sexuell missbraucht. Das hat der Angeklagte jetzt im Prozess vor dem Landgericht Bielefeld gestanden.

Soest/Bielefeld - Seit Anfang März muss sich der 56-Jährige wegen des Vorwurfs verantworten, insgesamt 17 Mal sexuell übergriffig geworden zu sein.

Das Opfer ist jetzt sieben Jahre alt, zu Beginn des Tatzeitraums im Frühjahr 2019 war das Mädchen gerade mal fünf. Die Anklage geht davon aus, dass der Berufskraftfahrer die Taten meistens im Kinderzimmer begangen hatte, wenn er für die Eltern auf das Mädchen aufpasste.

Sexueller Missbrauch: Eltern als Zeugen

Am dritten Prozesstag gab der 56-jährige Soester die ihm zur Last gelegten Übergriffe zu: Er habe das Kind im Intimbereich angefasst oder auch mit dem Mund berührt – dies gilt im Strafrechtsjargon als so genannter „einfacher Missbrauch“, da kein Eindringen in den Körper stattgefunden hat.

Das Mädchen wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit angehört, die Vernehmung der Eltern als Zeugen ergab, dass der Angeklagte als Kollege und Freund des Stiefvaters großes Vertrauen in der Patchwork-Familie mit vier Kindern genoss, die er seit mehreren Jahren kannte.

Sexueller Missbrauch: Auffälliges Verhalten

Erst Anfang 2020 offenbarte sich das Mädchen seinem Stiefvater, nachdem es sich bei einem Besuch des Angeklagten auffällig verhalten habe. Der 56-Jährige habe zunächst jegliches Fehlverhalten abgestritten, sogar selbst ins Spiel gebracht, die Polizei zu informieren.

Die Familie hingegen habe zunächst gezögert, die Behörden einzuschalten: Die Mutter soll befürchtet haben, ihre älteste Tochter könnte ihr weggenommen werden.

Der Angeklagte soll bereits einschlägig vorbestraft sein und eine Haftstrafe verbüßt haben. Der Prozess wird nach Ostern fortgesetzt.

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