Soest baut auf Wachstum: Der Wohnungsmarktbericht 2020 nennt Zahlen

+
Wie hier im "Belgischen Viertel" entstehen derzeit an vielen Stellen im Soester Stadtgebiet neue Wohnungen.

Soest – Zum zweiten Mal legt die Stadt jetzt einen Wohnungsmarktbericht vor, der einen umfassenden Überblick über Angebot und Nachfrage im Stadtgebiet gibt, aber auch über Anstrengungen informiert, wie beides möglichst gut zusammen gebracht werden soll.

 

Das Fazit des 22-seitigen Berichtes vorweg: Der errechnete Bedarf an Wohnungen kann „grundsätzlich gedeckt werden“. Dabei wurde im gesamten Jahresverlauf 2019 keine einzige geförderte Wohnung im Stadtgebiet bezugsfertig – bekanntlich ist preisgünstiger Wohnraum besonders rar und entsprechend begehrt. Begründet wird das vor allem damit, dass sich eigentlich „fest eingeplante Neubauten“ aus ganz unterschiedlichen Gründen verzögert hätten. 

Allerdings wird in dem Bericht auch darauf verwiesen, dass gleich an mehreren Stellen im Stadtgebiet bereits neue geförderte Wohnungen entstehen oder in Kürze entstehen werden. In der Summe sei so relativ zeitnah mit rund 170 neuen und preisgünstigen Wohnungen zu rechnen. 

Planung und Bau von neuen Wohnungen orientieren sich sowohl an einem prognostizierten leichten Bevölkerungswachstum bis zum Jahr 2030, als auch an einer größeren Zahl an Haushalten. Hier geht der Trend bundesweit, und auch in Soest, zu Klein- und Kleinstwohnungen. 

145 neue Wohnungen jedes Jahr 

Das alleine hat in den vergangenen drei Jahren einen zusätzlichen Bedarf von jährlich rund 130 Wohnungen ausgelöst. Dieser Bedarf konnte, so der Bericht, mit dem Bau von jährlich rund 145 neuen Wohnungen gedeckt werden - rund 40 Prozent davon in Ein- oder Zweifamilienhäusern, 60 Prozent in Mehrfamilienhäusern. 

Rund 10 Prozent dieser neuen Wohnungen entstanden in den Ortsteilen Ampen, Hattropholsen, Müllingsen, Ostönnen und Ruploh. Dort, so heißt es, mangele es zwar grundsätzlich nicht an Bauland, die „Aktivierung der vorhandenen Bau- und Flächenpotenziale“ bleibe aber eine „Herausforderung“.

Klima und ressourcenschonendes Bauen nennt der Bericht als weiteren Schwerpunkt in der Stadt – und verweist auch auf die große Bedeutung von energetischen Optimierungen von Altbauten für den Klimaschutz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare