Kostenloses Wlan

Soest baut Netz in der Altstadt aus

Glasfaser Soest Markt
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Arbeiter ziehen ein Bündel neuer Plastikröhrchen für di Glasfaserleitungen zwischen Markt und Brüdertor ins Erdreich.

Das öffentliche und kostenfreie Wlan-Netz in der Soester Altstadt wird ausgebaut. Techniker sind gerade damit beschäftigt, in die bereits in der Erde verlegten Leerrohre zwischen Markt und Brüdertor noch feinere Röhren (Multi-Rohrverbände) für die winzigen Glasfaserkabel einzuziehen.

Soest – Im Frühjahr könnten Passanten somit auch im nördlichen Teil der Altstadt von dem Serviceangebot von Stadt und Stadtwerken profitieren.

In einem ersten Anlauf sind vor zwei Jahren bereits die Rathausstraße zwischen Post und Markt sowie die Plätze rund ums Rathaus und am Markt angeschlossen worden. Die Stadt hatte sich damals die Neupflasterung der südlichen Fußgängerzone zunutze gemacht: Da die Rathausstraße schon mal aufgerissen war, sind gleich die Leerrohre für das Funknetz mitverlegt worden. Vom Kabel in der Erde führen die Verbindungen zu den (ebenfalls neuen) Laternen in diesem Abschnitt. An denen hängen unscheinbar kleine Kästchen (Router) mit den Antennen.

Verein „Freifunk“ als Vorläufer

Weil die Stadtwerke hier eine Glasfaserleitung mit großer Bandbreite liegen haben, profitieren auch die Anwohner. Sie können sich Internet mit 1000 Mbit ins Haus holen. Diese Möglichkeit werden ab dem Frühjahr auch die Anrainer im nördlichen Teil bekommen, sagt Stadtwerke-Sprecher Harald Feine auf Anfrage.

Auch wenn wegen Corona in der Soester Altstadt in doppelter Hinsicht gerade Funkstille herrscht: Das Wlan-Netz ist von Beginn an „sehr gut angenommen“ worden, sagt Feine. Zumal keine besonderen Hürden für die Nutzung hochgezogen werden: Jeder, der über das City-Netz Mails abrufen oder ins Internet gehen will, braucht keinen aufwendigen Vertrag abzuschließen, sondern lediglich den Nutzerbedingungen zustimmen.

Einen Vorläufer für das heutige öffentliche Funknetz, wenngleich beileibe nicht so leistungsstark, hatte bereits vor sechs Jahren der Soester Ratsherr Sven Sladek installiert. Mehr oder weniger auf eigene Faust trieben er und der Verein „Freifunk“ Server, Verstärker und Antennen auf und knüpften an einigen Hotspots in Soest wie etwa dem Bürgerzentrum am Ulrichertor erste öffentliche Netze. Sladek versorgte mit seiner Initiative auch das Flüchtlings-Camp auf dem Kasernengelände am Hiddingser Weg. Für die Asylsuchenden war das Angebot um so wertvoller, ohne großen Aufwand und Kosten so eine Verbindung zu bekommen, um mit ihren Familien und Angehörigen aus den Herkunftsländern übers Smartphone in Kontakt zu bleiben.  

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