Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz

Schwerer Unfall auf der A44 bei Soest: Mercedes kracht nach Überholmanöver in VW - mehrere Verletzte

Der Mercedes wurde bei dem Zusammenstoß komplett zerstört.
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Der Mercedes wurde bei dem Zusammenstoß komplett zerstört.

Auf der A44 zwischen Soest und Werl hat sich am Samstagabend ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Vier Menschen wurden dabei verletzt. Es entstand hoher Schaden.

Soest - Um 23.11 Uhr ging am späten Samstagabend der Notruf bei den Rettungskräften ein: Auf der A44 zwischen den Anschlussstellen Soest und Werl-Süd hatte es in Fahrtrichtung Dortmund gekracht. Zwei Fahrzeuge waren kollidiert, vier Menschen wurden verletzt.

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge war ein Überholmanöver des Unfallverursachers der Ausgangspunkt für den Crash: Der 26-jährige Dortmunder war demnach mit hoher Geschwindigkeit auf dem linken Fahrstreifen unterwegs, überholte zwei Fahrzeuge. Dann wechselte der Mann mit seinem Mercedes A 250 e zurück auf den rechten Fahrstreifen und krachte dort mit hoher Geschwindigkeit in das Heck eines VW Crafter, in dem drei Personen saßen.

Das Heck des VW Crafter wurde eingedrückt. Alle drei Insassen wurden verletzt.

Das Heck des Crafters wurde bei dem Zusammenprall eingedrückt, die Front des Mercedes vollkommen zerstört: Der Fahrer des Crafters, ein 23-jähriger Mendener, erlitt bei der Kollision schwere Verletzungen. Die beiden weiteren Insassen des Transporters, 19 und 36 Jahre alt und ebenfalls aus Menden, wurden leicht verletzt.

Schwerer Unfall auf der A44: Alle vier Verletzten im Krankenhaus

Und obwohl der Mercedes durch den Zusammenstoß mit hoher Geschwindigkeit stark beschädigt wurde, wurde der 26-jährige Fahrer und Unfallverursacher ebenfalls nur leicht verletzt. Alle vier Verletzten kamen mit mehreren Rettungswagen ins Krankenhaus.

Zahlreiche Rettungskräfte waren vor Ort.

Warum der Mercedes-Fahrer den Crafter übersah und auffuhr, ist noch unklar, so die Polizei. Aufgrund der hohen Anzahl an Verletzten war ein Großaufgebot an Rettungskräften vor Ort: Die Feuerwehr Soest war mit etwa 15 Einsatzkräften aus der Innenstadt vor Ort, zudem waren vier Rettungswagen, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Leitende Notarzt zur Unfallstelle geeilt.

Nach schwerem Unfall: „Das ist insgesamt noch glimpflich ausgegangen“

Jürgen Wirth, Leiter der Feuerwehr Soest, erklärte mit Blick auf die offenbar hohe Aufprallgeschwindigkeit: „Das ist insgesamt noch glimpflich ausgegangen.“

Die Feuerwehr Soest war mit 15 Kräften aus der Innenstadt im Einsatz.

Um den Brandschutz an der Einsatzstelle sicherzustellen, wurde die Batterie des VW Crafters abgeklemmt. Bei dem Mercedes war dies nicht ohne weiteres möglich, da es sich um ein Hybrid-Fahrzeug handelte: Mit einem speziellen Programm, dem sogenannten „Crash-Recovery-System“, das auf iPads installiert ist, von denen die Feuerwehr auf jedem Löschfahrzeug eins an Bord hat, mussten sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr zunächst einen Überblick verschaffen, an welcher Stelle von der Starkstrom-Batterie des Wagens mögliche Gefahren ausgehen konnten. Schließlich wurde der Notschalter gefunden, mit dem der Wagen stromlos gemacht werden konnte.

Zudem unterstützte die Feuerwehr dabei, das große Trümmerfeld von der Autobahn zu beseitigen. Während der Unfallaufnahme musste der rechte Fahrstreifen in Richtung Dortmund gesperrt werden. Gegen 0.40 Uhr war die Unfallstelle geräumt.

Die Polizei beziffert den Schaden auf mindestens 20.000 Euro.

Nur wenige Kilometer entfernt hatte es am selben Abend einen Unfall im Kreuz Werl gegeben. Die Feuerwehr berichtete von lebensgefährlichen Szenen, weil Fußgänger wild über die Autobahn liefen.

Ebenfalls nur wenige Kilometer entfernt hatte sich rund drei Stunden vor diesem Unfall ein tragischer Unfall auf der A46 bei Neheim in Richtung Werl ereignet: Ein Fußgänger wurde dabei auf der Autobahn erfasst und getötet.

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