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So will die Stadt Soest den Ausbau von Photovoltaik vorantreiben

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Von: Daniel Schröder

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Wollen den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen vorantreiben: Rainer Wolf, Maria Kroll-Fiedler und Uwe Dwornik (von links).
Wollen den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen vorantreiben: Rainer Wolf, Maria Kroll-Fiedler und Uwe Dwornik (von links). © Peter Dahm

Auf dem Weg, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden, verfolgt die Stadt Soest unter anderem die „Big Five“ – fünf übergeordnete Punkte, die für den Klimaschutz vor der eigenen Haustür unerlässlich seien: Photovoltaik (PV), Energetische Sanierung, Mobilität, Klimafolgen-Anpassung und der Konsum eines jeden einzelnen Bürgers.


Soest – Um den Ausbau von PV-Anlagen voranzutreiben, startet die Stadt jetzt eine Werbekampagne, die vor allem auf die Fördermöglichkeiten aufmerksam machen soll. 500 Euro pro Anlage und pro Speicher gibt es von der Stadt dazu. Pro Jahr sollen so bis zu 200 Anlagen gefördert werden können. „Auch an Anlagen, die jetzt auslaufen, gibt es Fördermöglichkeiten“, berichtete Umweltberaterin Maria Kroll-Fiedler.

So könne im Nachhinein ein Speicher nachgerüstet werden, was wiederum von der Stadt mit 500 Euro bezuschusst wird. Seit diesem Jahr gibt es dieses Förderprogramm – bei 60 Anlagen wurde es bisher genutzt. „Da gibt es noch viel Potenzial nach oben“, so Kroll-Fiedler.

Für die angestrebte Klimaneutralität seien PV-Anlagen neben der Windenergie ein „wesentlicher Baustein“, sagte Rainer Wolf von der Geschäftsstelle Klimaschutz bei der Stadt Soest. Zwar sei das Thema „nicht neu“, doch wolle man mit der neuen Werbekampagne neue Aufmerksamkeit für das Thema erregen.

Plakate, Flyer und Postkarten

So werden ab der neuen Woche 150 große Plakate, 1 000 Flyer und 500 Postkarten in Soester Geschäften, Gaststätten oder an Bushaltestellen zu dem Thema informieren und entsprechende Kontaktmöglichkeiten aufzeigen. Ebenso sei ein Film für Internet-Präsenz und Social Media in der Mache. Das einheitliche Design solle „die Soester im Alltag begleiten“.

Die erste Kampagne läuft vom 22. November bis zum 12. Dezember „schwerpunktmäßig“. Die Themen sollen aber auch darüber hinaus erhalten bleiben. Uwe Dwornik betonte als Klimaschutzbeauftragter, dass PV-Anlagen gerade unter dem Aspekt des Eigenbedarfs sehr wirtschaftlich seien. Es brauche immer viele verschiedene Anstöße, um etwas im Verhalten der Allgemeinheit zu bewirken. „Viele Menschen in Soest müssen viele kleine Entscheidungen treffen“, hieß es mit Blick auf das große Klimaziel.

Die Werbekampagne sei im Grundsatz von der Bezirksregierung angestoßen und von der Stadt übernommen und grafisch angepasst worden.

Wie Maria Kroll-Fiedler ergänzend berichtete, gab es bis Ende 2020 insgesamt 1 228 PV-Anlagen in Soest. „In 2021 wurden bei den Stadtwerken Soest bisher 186 Anlagen beantragt. Das Förderprogramm nutzten davon bisher seit Mai 60 Personen.“

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