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Eltern mögen kurze Namen für ihr Baby

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Von: Heyke Köppelmann

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Eltern sind in der Frage, wie ihr Nachwuchs heißen soll, sehr vielfältig aufgestellt.
Eltern sind in der Frage, wie ihr Nachwuchs heißen soll, sehr vielfältig aufgestellt. © Peter Dahm

Die Wahl des richtigen Vornamens für ihr Baby kostet werdende Eltern manche schlaflose Nacht. Niedlich soll er klingen, solange das Kind noch klein ist, aber auch noch zur Persönlichkeit passen, wenn es größer und erwachsen ist. Eine Entscheidung für ein ganzes Leben. Ein Blick in die Statistik des Soester Standesamtes für das vergangene Jahr zeigt, wie vielfältig Papas und Mamas in der Frage aufgestellt sind, wie ihr Sprössling heißen soll.

Soest – Die meisten Eltern mögen es aber nach wie vor kurz und knackig, viele auch klassisch: Sechs Noahs, die voriges Jahr zur Welt kamen, liegen in den Wiegen, ebenso – dem derzeitigen Trend entsprechend jeweils vier Brunos und Jakobs. Bei den Mädels bereiten jeweils drei Leas, Neles, Maires und Miras ihren Eltern Freude.

Das Standesamt registrierte insgesamt 463 Geburten, davon vier Zwillingspaare. Die Jungen haben im Zahlenwerk die Nase vorn: 241 Buben verstärken ihre Familien, 222 Mädchen tun es ihnen gleich. Allein 50 der kleinen Erdenbürger packen künftig im August ihre Geschenke aus, bei 43 Geburtstagskindern leuchtet im September die erste Kerze auf dem Kuchen. Es finden sich nur wenige auffällige Kreationen, und auch ein absoluter Spitzenreiter lässt sich nicht erkennen, denn die Liste für 2021 ist lang: 195 verschiedene Mädchen- und 199 Jungennamen tauchen dort auf. Die Menschen in der Börde lassen sich also einiges einfallen, um den richtigen Namen für den Nachwuchs zu finden.

Der Ideenreichtum reicht von Anton und Zawiyar bei den jungen Herren bis zu Amélie und Zia in der Damenwelt. Wunderschöne Kombinationen, die möglicherweise alte Familientraditionen spiegeln, sind dabei, wie Alexander Josef Günter, Toni Walter, Antonius Balthasar, Romy Elise, Anna Dorothea und Gloria Marie. Lea, Ida, Ben und Tim kommen mit drei Buchstaben aus, Maximilian und Valentina brauchen, wenn sie in der Schule Schreiben gelernt haben, etwas länger für ihre Unterschrift. Wären die Kinder vor 25 Jahren geboren, hätten ihre Eltern vielleicht Lukas, Tim oder Jannik gewählt, damals sehr angesagt und als Favoriten auf den ersten Plätzen. Bei den Mädchen kamen Sarah, Anna und Laura unter die Top 10. Vor 50 Jahren standen Tanja und Sandra hoch im Kurs sowie als Evergreen bei den Knaben Michael und Thomas. Heinz und Werner machten in den 1920er-Jahren das Rennen, damals tummelten sich auf den vorderen Rängen viele Gertruds, Hildegards und Ernas. Im noch jungen dritten Jahrtausend fällt auf, dass die Namen immer internationaler werden. Daher arbeiten die Standesbeamten auch mit Listen unbekannter Vornamen, um zu recherchieren, woher sie kommen und was sie bedeuten.

So heißen die Sprösslinge

Eine Auswahl der Namen auf der langen Liste für 2021: A wie Alec, Aaron und Alicia; B wie Bero und Banu, C wie Carlotta und Carlo, D wie Djamila und und Donna, E wie Emil, Emilia und Erika, F wie Fritz, Fiete, Florian und Freda, G wie Gabriel, Gloria und Golda, H wie Henry und Henriette, I wie Iva und Irma, J wie Joliene und Joris, K wie Kordian, Karl, Kiana und Karla, L wie Lenni, Lara und Liliana, M wie Michel, Magnus Gustav, Maxim Mira und Mathilda, N wie Niklas und Nilay, O wie Oskar, P wie Piet und Precious, R wie Rafael und Ronja, S wie Seyawash und Safia, T wie Theo, Taylan und Tatjana, V wie Vincent und Victoria, Y wie Yasin und Yanikani.

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